Lorberg lobt Inklusionsgesetz

Gesetz zur Einführung der inklusiven Schulen

Wedemark. „Mit der Einbringung des Inklusionsgesetzes knüpfen wir in Niedersachsen an die bereits seit vielen Jahren ausgeweiteten Maßnahmen zum gemeinsamen Unterricht und zur gemeinsamen Erziehung von Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung mit anderen Schülern an allgemein bildenden Schulen an“, erklärte die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg. Die Zahl der Integrationsklassen ist von 2003 bis 2010/11 von 230 Klassen auf 400 Klassen gestiegen und macht deutlich, dass die Möglichkeit der inklusiven Beschulung von zahlreichen Eltern für ihre Kinder genutzt wird. Editha Lorberg begrüßt, dass ein ausdrückliches Elternwahlrecht den Eltern von behinderten Kindern eingeräumt wird. Die Förderschulen werden auch in Zukunft erhalten bleiben, mit Ausnahme des Primarbereichs der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. „Eltern müssen die Möglichkeit haben, den bestgeeigneten Förderort für ihr Kind wählen zu können. Sowohl die Berthold-Otto-Schule als auch die Schule unter den Eichen leisten hervorragende Arbeit und werden den Anforderungen der sonderpädagogischen Beschulung von behinderten Kindern gerecht. Förderschulen sind besondere Schulen für besondere Kinder mit besonders ausgebildeten Lehrkräften“, so Editha Lorberg. Das Gesetz wird jedoch auch Auswirkungen auf die Berthold-Otto-Schule in Mellendorf haben, da dort der Schwerpunkt auf dem Bereich Lernen liegt und hier der Primarbereich ab dem Schuljahr 2013/14 auslaufen wird und in den Grundschulbereich übergeht. Die Schule unter den Eichen mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung wird in der bestehenden Form erhalten bleiben. Wie sich die Organisation der Förderschulen entwickeln wird, liegt in der Verantwortung des Schulträgers. Die Landesregierung stellt die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung, um eine optimale Förderung der behinderten Kinder zu gewährleisten. Das Gesetz soll verbindlich für alle Schulen zum Schuljahr 2013/14 in Kraft treten, und zwar aufsteigend für alle Grundschulen ab Klasse 1 und für alle Schulen des Sek-I-Bereichs ab Klasse 5. Wenn die Träger der Grundschulen sich in der Lage sehen und dazu bereit sind, können sie auch schon zum Schuljahresbeginn 2012/13 die inklusive Grundschule einführen. Den Schulträgern wird weiterhin die Möglichkeit eingeräumt, Schwerpunktschulen einzurichten. Bis 2018 reicht es aus, Angebote für die inklusive Beschulung vorzuhalten und noch nicht alle Schulen zu inklusiven Schulen zu machen. Ab 2018 werden dann alle Schulen inklusive Schulen.