„Mach die Welt, wie sie dir gefällt“

Die Interessierten Teilnehmer bereiten zusammen mit den Jusos ihre Präsentation vor. Foto: V. Lubbe

Jusos Wedemark organisieren politischen Workshop

Mellendorf(vl). In der Wedemark gibt es ein Angebot für politisch Interessierte Jugendliche. Die Jusos Wedemark setzen sich aktiv für die Jugend ein und wollen klar machen, dass Politik interaktiv sei. Unter dem Motto „Mach die Welt, wie sie dir gefällt“ organisierten die Jungpolitiker einen Workshop mit vielen Themenbereichen und Dozenten. Auch die Bundestagsabgeordnete Caren Marks erschien, um die Jugendlichen zu loben: „Jeder Mensch sollte sich Gedanken machen, wie er leben will. Umso mehr seid ihr zu loben, dass ihr euch darüber austauscht“. Es sei wichtig, sich über Jugendpolitik auseinandersetzen, da dies ein Bereich sei, der nicht genug gefördert werde. Kinderrechte unterscheiden sich von den Jugendrechten. „Die Jugend ist eine eigene Phase und muss von der Phase als Kind distanziert werden“ , so Marks. Der Fokus liegt zur Zeit auf den Kinderrechten und damit fiele die Jugendpolitik etwas ab. Seine eigene Entwicklung zu gestalten sei vorteilhaft. „Wer ist der beste Interessenverwalter als junge Menschen selbst?“ , merkte Marks an. Inhalt des Workshops waren die Teilbereiche Bildung, Verkehr, politische Mitbestimmung und Freizeitangebote in der Wedemark. „Die Ergebnisse die wir in den Ausschüssen erarbeitet haben werden in den Gemeinderat getragen“ so Jusos Vorsitzender Niklas Mühleis. Christine Engel, Christa Bogenschütz, Sören Thoms und Lena Marks diskutierten über mögliche Spannungen zwischen den Schulformen und wie man diese beheben könnte. „Wir wollen in der Gemeinde ein miteinander der Schulformen“, legte der Ausschuss fest. Durch schulübergreifende Angebote könne dies erreicht werden. Ufuk Deniz Ciynakli klärte mit Ingemar Becker über die politische Mitbestimmung auf. Ein wichtiger Punkt waren die Social Networks im Internet. Im Informationszeitalter könne man zu Protestaktionen via Facebook aufrufen und daraus entstünden Bewegungen wie in New York: „Occupy Wall Street“. Ob dies nützlich sei und wie man das Internet klug nutzen könne, versuchten die Jugendlichen herauszufinden. Auch über ein Jugendcafé in Elze wurde beraten. „Da ein Jugendtreff nicht angenommen wird, suchen wir nach einer alternativen Lösung“ so Mühleis. Die Ergebnisse werden nun von den Jusos umformuliert und „ratstauglich“ gemacht. Abschließend konnten die Jugendlichen lernen, was es heißt bei einer Blockade oder Demo dabei zu sein. Bei einem Training zu Verhaltensweisen und einem Vortrag zum Antifaschismus wurde ein langer Sonntag abgeschlossen.