Masken statt Elektronikbauteile

Michael Fehrmann von der Firma amec in Bissendorf übergab 480 FFP-3-Masken an die Gemeinde Wedemark, vertreten durch Wirtschaftsförderin Antonia Hingler (von rechts), Bürgermeister Helge Zychlinski, IGS-Leiterin Heike Schlimme-Graab und KiTamiTu-Leiteirn Christiane Schulte. Foto: A. Wiese

Firma amec wechselt Branche und spendet jetzt FFP3-Masken

Wedemark (awi). „Die Bissendorfer Firma amec hat sich in der Corona-Krise durch ungewöhnliche aber spektakuläre Aktionen bei der Corona-Hilfe einen Namen gemacht“, erläutert Bürgermeister Helge Zychlinski. Eigentlich vertreibe die Firma Elektronikbauteile und beziehe die über ihr großes Netzwerk in China, sagt Zychlinski weiter. Diese Kontakte haben die Bissendorfer Spezialisten um Michael Fehrmann in der Corona-Krise genutzt, um im Mai 10.000 Gesichtsmasken aus dem Reich der Mitte in die Region Hannover zu holen.
Das Engagement der Firma gilt besonders Kindern und Jugendlichen sowie deren Lehrerinnen, Lehrern und Betreuungspersonen. Deshalb stellt die amec GmbH den Einrichtungen (alle Schultypen, Kindertagesstätten und Hort) für besondere Personengruppen 480 FFP3-Masken zur Verfügung. So unterstützt das Unternehmen nicht nur die Gemeinde, sondern gerade auch die Personen, die täglich mit den vielen Kindern arbeiten und für deren Betreuung zuständig sind. Bürgermeister Helge Zychlinski und Wirtschaftsförderin Antonia Hingler begrüßen dieses Engagement des Unternehmens amec besonders und freuen sich, dass dieser Einsatz aus der Gemeinde auch der Gemeinde selbst zugutekommt. "Wir sind froh, solche Firmen hier bei uns zu haben", sagte Antonia Hingler bei der Übergabe der Masken an die Gemeinde auf dem Gelände des Campus W am Dienstag, bei der IGS-Leiterin Heike Schlimme-Graab die Schulen und KiTamiTu-Leiterin Christiane Schulte Kindergärten und Hort repräsentierte. Ihn habe ein Zeitungsartikel motiviert, tätig zu werden, in dem Regionspräsident Hauke Jagau die exorbitanten Kosten für die Masken beklagt habe, so Michael Fehrmann. "Das muss auch anders gehen", waren sich Michael Fehrmann und sein Sohn einig und sie nutzten ihr Netzwerk in China. Heute, en halbes Jahr später, handeln sie im großen Stil mit Masken und Schutzausrüstungen wie Gummihandschuhen und die Elektronikbauteile spielen gerade eine untergeordnete Rolle. "Der Markt ist da, die Kunden auch, also nutzen wir das", erklärte Fehrmann. amec habe die öffentliche Hand in den letzten Monaten sehr unterstützt, betonte der Bürgermeister. Die Firma habe die Masken für Krankenhäuser und die Hausarztpraxen zu akzeptablen Preisen besorgt und jetzt noch einmal 480 FFP-3-Masken mit dem höchsten Sicherheitsstandard für Lehrer und Betreuer in Kindertagesstätten gespendet. Dieses Engagement verdiene höchsten Respekt.