Mauerfall und Grenzöffnung vor 30 Jahren

Rebecca Schamber (rechts) begrüßt die Gäste zur Mauerfall-Ausstellung im Moorinformationszentrum, die von Reiner Fischer (hinten links) mitorganisiert wurde. Foto: B. Stache

SPD Wedemark lässt Erinnerungen an den 9. November 1989 wach werden

Resse (st). Fünf Tischkreise, zirka 40 Gäste und viele Geschichten kamen am Sonnabend im Moorinformationszentrum (MOORiZ) in Resse zusammen. Der SPD-Ortsverein Wedemark, vertreten durch Rebecca Schamber und Reiner Fischer, hatten unter dem Motto „Der Weg zur deutschen Einheit“ eingeladen. Anlass: der geschichtsträchtige 9. November 1989 mit Mauerfall und Grenzöffnung im geteilten Berlin und übrigen Deutschland. „Dieses Ereignis jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Wo waren wir an diesem Abend, wie haben wir die Nachrichten aufgenommen?“, hieß es in der SPD-Einladung zur Gesprächsrunde im MOORiZ. Zuvor hatte sich Reiner Fischer auf die Suche nach Erinnerungsstücken zum 9. November 1989 gemacht und war zahlreich fündig geworden. „Wir haben 14 Leihgeber, die uns persönliche Erinnerungsstücke ganz unterschiedlicher Art zur Verfügung gestellt haben“, berichtete Reiner Fischer. So fand sich beispielsweise auf einem der fünf Tische eine Schirmmütze der DDR-Grenztruppen. DDR-Fahnen und kleine Mauerstücke waren ebenfalls ausgestellt und regten zum Gespräch über „Damals“ an. Von Jürgen Benk, Ortsbürgermeister aus Elze, gab es einen hellblauen Modellbau-Trabbi zu sehen. Rebecca Schamber und Reiner Fischer hatten zusätzlich eine Bilderausstellung platziert, die vor fünf Jahren schon einmal in der Brelinger Mitte zu sehen war: „Der Weg zur deutschen Einheit“. Anlässlich ihrer Begrüßung der Gäste überreichte Rebecca Schamber allen „Leihgebern“ zum Dank eine Flasche Rotkäppchen – diese traditionsreiche Sektmarke aus Freyburg (Unstrut) in Sachsen-Anhalt hatte es auch zu DDR-Zeiten gegeben. An den Tischen setzte schon bald rege Unterhaltung ein – ein jeder konnte so seine eigene Geschichte über den 9. November 1989 erzählen. Siegrid Raczek aus Elze hatte Verwandte in der damaligen DDR. „Cousins meines Mannes wohnten in Halle, Sachsen-Anhalt, und einem Ort in Thüringen. Wir haben sie früher schon immer besucht. Wir konnten in die DDR reisen, unsere Verwandten durften uns aber nicht besuchen“, erinnert sie sich. „Heute sind unsere gegenseitigen Besuche eine Selbstverständlichkeit. Darüber freuen wir uns alle. Die Ereignisse vom 9. November 1989 waren für meinen Mann und mich überwältigend“, erzählte Siegrid Raczek.