Meisterbriefe im ABZ Mellendorf überreicht

Die 24 Straßenwärtermeister beim Gruppenfoto mit Gästen und Mitarbeitern des ABZ Mellendorf. Foto: B. Stache
 
Mit dem Lehrgangsbesten Carsten Schröder (Mitte) freuen sich Wolfgang Bayer (von links), Christoph Wilk, Günther Henkenberens und Thomas Schmidt. Foto: B. Stache

24 Straßenwärter haben sich für vielfältige Aufgaben qualifiziert

Mellendorf (st). „Sie werden heute für das belohnt, wofür Sie sich lange angestrengt haben. Der Beruf qualifiziert Sie für vielfältige Aufgaben“, erklärte Günther Henkenberens, Präsident der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr anlässlich der feierlichen Überreichung der Meisterbriefe an 24 Straßenwärter. Diese fand in Anwesenheit zahlreicher Gäste und Familienangehöriger der angehenden Straßenwärtermeister im ABZ Mellendorf statt, dem Bildungs- und Tagungszentrum der Bauwirtschaft. Die Straßenwärter im Alter zwischen 24 und 50 Jahren hatten von September 2014 bis April 2015 an einem Lehrgang zur Vorbereitung auf die Straßenwärtermeister-Prüfung teilgenommen. Neben einem fachpraktischen Teil mit Inhalten wie Vermessung, Tief- und Straßenbau oder Baumpflege stand auch ein fachtheoretischer Teil, unter anderem mit technischem Zeichnen, Straßenrecht und Umweltschutz, auf dem Lehrgangsplan. Darüber hinaus gab es einen wirtschafts-, rechts- und sozialkundlichen sowie einen berufs- und arbeitspädagogischen Teil. Dies war der fünfte Lehrgang für Straßenwärtermeister, gab Henkenberens bekannt. „Leider ist bis heute keine Dame dabei gewesen“, stellte er mit Bedauern fest. Der Lehrgang habe sich mittlerweile etabliert und werde fortgesetzt, hieß es. Während der Feierstunde sprach auch Wolfgang Bayer, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen, ein Grußwort. „Die Straßenwärter stellen ein Drittel der Auszubildenden der überbetrieblichen Ausbildung im ABZ Mellendorf“, so Bayer. Er erinnerte daran, dass diese Mellendorfer Einrichtung gemeinsam mit dem Bau-ABC Rostrup zu den größten Bildungseinrichtungen in Deutschland gehört. Mit Hinweis auf die laufenden Baumaßnahmen am ABZ Mellendorf erklärte der Hauptgeschäftsführer: „Wenn wir im Oktober den dritten Bauabschnitt mit der Modernisierung des Küchenkomplexes abgeschlossen haben, können wir von einem runderneuerten Bildungszentrum sprechen.“ In gebührender Form und unter großem Beifall überreichten anschließend Christoph Wilk, Abteilungsleiter Verkehr des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Straßenwärtermeister, Thomas Schmidt, die ersehnten Meisterbriefe. Als Lehrgangsbester erhielt Carsten Schröder einen Sonderpreis. Der 28-Jährige hatte von 2003 bis 2006 den Beruf des Straßenwärters gelernt, arbeitete für drei Monate als Maschinenführer in einem norwegischen Steinbruch und trat anschließend beim Landkreis Cuxhaven seine heutige Arbeitsstelle an. In einer launigen Abschlussrede ließ Schröder den Lehrgang noch einmal Revue passieren. Er erinnerte an die gute Zeit während der Ausbildungswoche im Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum in Seesen, mit Schwerpunkt Baumfällarbeiten und lobte die fordernden Ausbilder im ABZ Mellendorf, denen die Lehrgangsteilnehmer aber schließlich ihren Erfolg bei der Meisterprüfung verdankten. „Für uns ist es ganz wichtig, das Profil der Meister auf der Ebene der gewerblich-technischen Mitarbeiter in Unternehmen und Straßenmeistereien zu schärfen und die Handlungskompetenz über unsere Bildungsangebote weiterzuentwickeln“, machte Emke Emken als Leiter der Bildungszentren deutlich. „Wir brauchen die Meisterebene als kompetente Ansprechpartner für die Ingenieurebene. Darauf beruht der Erfolg der deutschen Wirtschaft – dass Meister und Ingenieure fachlich auf Augenhöhe kommunizieren und Herausforderungen jedweder Art erfolgreich bearbeiten.“ Die 24 frisch ernannten Straßenwärtermeister haben im ABZ Mellendorf alle guten Wünsche für ihren weiteren beruflichen Weg mitbekommen. Mit einem Imbiss klang die Feierstunde aus.