Meitze zeigt stolze Vergangenheit

Am vergangenen Sonnabend enthüllte Hannelore Hemme (4. v.l.) den großen Findling, der deutlich erkennbar das Meitzer Ortswappen trägt. Foto: S. Birkner

Findling und Bank zieren Kreuzung von Handelswegen

Meitze (sb). Beim Verlassen Meitzes in Richtung Forst Rundshorn wird die erste Kreuzung bislang wohl nur den Wenigsten ins Auge gestochen sein. Genau das will die Dorfgemeinschaft jetzt ändern, denn die Kreuzung auf der Osterriehe zwischen Ortsausgang und Autobahnbrücke hat enorme historische Bedeutung. Sie stellte jahrhundertlang den Knotenpunkt zwischen den wichtigen Handelsrouten Hessenweg und Bremerweg dar. Dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Meitzer zieren jetzt ein großer Findling und eine einladende Bank die historische Kreuzung. In ihrer Ausbildung zur Gästeführerin hatten Hannelore Hemme und Christa Burger die Idee, die touristische Attraktivität dieses in Vergessenheit geratenen Ortes zu steigern. Durch Rekonstruktionen, an denen Georg Kücke in seiner Funktion als Ortschronist entscheidend beteiligt war, konnte die Stelle eindeutig als historischer Knotenpunkt ausgemacht werden. „Wir haben einen kleinen Ort der Erholung geschaffen, an dem man sich der geschichtlichen Bedeutung dieser Kreuzung bewusst werden kann“, sagte Hemme bei der Präsentation von Bank und Findling. Für die Finanzierung der Sitzgelegenheit hatte die General-Wöhler-Stiftung aus Burgwedel gesorgt. Nach der Spende des großen Findlings durch die Tief- und Straßenbaufirma Bethke+Leide waren schnell weitere Unterstützer des Projekts gefunden: Der Ortsrat Elze/Meitze, der Realverband Meitze und die dörfliche Jagdinteressenschaft halfen ebenso bei der Umsetzung wie die Firma Rumpf, die für die Gravur des Findlings verantwortlich war. Meitzes Ortsbürgermeister Jürgen Benk lobte die Initiative der beiden Gästeführerinnen, weil mit dem Geschaffenen „ein Stück Geschichte“ dokumentiert werde. Er fügte an, dass sich der Knotenpunkt überaus positiv auf die Dorfentwicklung ausgewirkt habe, da viele Händler den Weg in die Gaststätte nach Meitze gesucht hätten. So ziert den Findling passenderweise das Meitzer Ortswappen, das mit zwei gekreutzen Geraden die Nähe des Dorfs zu den Handelswegen illustriert.