Michael Hahn führt weiterhin die Wedemärker Feuerwehren

Der bisherige Gemeindebrandmeister Michael Hahn wurde vergangenen Sonnabend mit über 90 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Foto: L. Irrgang
 
Als Wahlurne bei der Abstimmung bei der Wahl zum Gemeindebrandmeister diente Regionsabschnittsleiter Hans-Jürgen Krüger (rechts) und dem stellvertretendem Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer ein antiker lederner Löscheimer. Foto: L. Irrgang

Gemeindebrandmeister tritt nach Wiederwahl weitere Amtszeit an

Mellendorf (ig). Der bisherige Gemeindebrandmeister Michael Hahn wird nach seiner zweiten sechsjährigen Amtszeit die Freiwilligen Feuerwehren der Wedemark als Gemeindebrandmeister auch weiterhin führen. Auf der diesjährigen Gemeindekommandositzung im Mellendorfer Feuerwehrgerätehaus sprachen sich über 90 Prozent der Stimmberechtigten für eine insgesamt dritte Amtszeit des Mellendorfers aus. Bei 25 Ja-Stimmen gab es nur eine Enthaltung und zwei Nein-Stimmen. Hatte Hahn vor der Wahl den Anwesenden für die sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren gedankt, machte er nach der Wahl deutlich, dass er hoffe, dass sich dies genau so fortsetzen werde und auch er die an ihn gestellten Erwartungen erfüllen werde. In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr nannte Hahn das Jahr 2010 ein „bewegendes Jahr“ für die Gemeindewehr, „dies insbesondere durch lebhaft geführte Diskussionen.“ Dies alles seien Gespräche gewesen, die jedoch notwendig gewesen seien. Mittlerweile habe man auch beim Thema Fahrzeigtausch eine tragbare Lösung gefunden. Sowohl in der Feuerwehrspitze als auch in der Verwaltung habe dies zu einer verbesserten Kommunikation beigetragen. „Nun haben wir die Zukunft ins Auge gefasst und sind an gemeinsamen Zielen orientiert, darüber freue ich mich.“ In Hinblick auf das vergangene Jahr und auch die vorangegangenen Jahre pendele man sich in Bezug auf das Einsatzgeschehen bei einer relativ hohen Zahl ein. In 2010 gab es insgesamt 272 Alarmierungen zu 181 Ereignissen; 2009 waren es noch 179 gewesen. Allein zu 102 Hilfeleistungen und 89 Bränden rückten die Feuerwehren der Wedemark aus. Speziell bei den technischen Hilfeleistungen mit Personenrettungen habe sich ein „routiniertes und professionelles Arbeiten“ gezeigt, lobte der Gemeindebrandmeister. Ein Ereignis hob Hahn in seinem Rückblick besonders hervor, den schweren PKW-Unfall in Wennebostel „unter Missachtung der rot signalisierenden Bahnschranke.“ Jeder, der das Rotsignal umfahre, begebe sich in Lebensgefahr, so der Gemeindebrandmeister, „denn die Bahnen sind mit mehr als 80 km/h sehr schnell unterwegs.“ Bei zwei ABC-Zug Alarmierungen habe sich zudem die „Notwendigkeit der Spezialeinheit der Feuerwehr bestätigt.“ Derzeit seien in den Wedemärker Ortswehren 578 Menschen aktiv, „darunter 59 weibliche Mitglieder, was eine Quote von über 10 % entspricht“, so der Gemeindebrandmeister. Die Jugendabteilungen sind 239 Mitglieder stark, mit einem Frauenanteil von 78 Mitgliedern. Dennoch betonte Hahn, dass man weitere Mitglieder in den aktiven und fördernden Reihen brauche. Allen Aktiven dankte Hahn ausdrücklich für die geleisteten Dienste und auch allen Unterstützern und den Arbeitgebern, „die ihre Arbeitnehmer zu uns kommen lassen, wenn der Bürger sie braucht.“ Insgesamt sei die Feuerwehr Wedemark sehr gut aufgestellt; „die Zusammenarbeit ist sehr gut und die Motivation sehr hoch.“
Gemeindebürgermeister Tjark Bartels sprach im Rückblick auf das vergangene Jahr von „spannenden Klärungsprozessen“ und „Lernkurven, die auf beiden Seiten gegangen wurden.“ Nun freue er sich über die gemeinsame Lösung beim Thema Fahrzeugtausch, letztendlich sei von allen Seiten eine Form der Handreichung erfolgt, „und ich denke, so können wir weiterarbeiten.“ 2010 sei ein Jahr mit zahlreichen Anschaffungen gewesen und „ich denke, die Feuerwehren sind gut ausgestattet.“ Mellendorfs Ortsbürgermeister Rudi Ringe dankte für die geleisteten Dienste und betonte die Stellung der Ortswehren in ihren jeweiligen Dorfgemeinschaften. „Vieles ist in den Händen der Feuerwehren gut aufgehoben.“ Pastor Michael Brodermanns sprach hier von einer tiefen Verbundenheit, welche die Feuerwehren mit ihren Ortschaften verbinde, „vieles wäre ohne eine Beteiligung der Feuerwehren undenkbar.“ Brodermanns betonte jedoch auch, dass die Pastoren der Wedemark gerade auch für die Ersthelfer Helfer sein wollen, „wir wollen in schwierigen Lebenslagen und nach Einsätzen Ansprechpartner für die Mitglieder der Feuerwehren sein.“ Jederzeit könne man die Pastoren ansprechen oder aber auch über die Notfallseelsorge Beistand erhalten.