„Minnie“ im Ortsrat vorgestellt

Bissendorfs Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann (rechts) gab Autorin Petra Mensing gern Gelegenheit, ihr Buch „Seid alle herzlich gegrüßt Eure Minnie“ im Ortsrat kurz vorzustellen. Foto: A. Wiese

Petra Mensing hat ein Buch mit Bissendorf-Bezug geschrieben

Bissendorf (awi). Wenn der Wedemärker Ortsteil Bissendorf bald weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt ist, ist das auch ein Verdienst von Petra Mensing. Die Autorin aus Bissendorf hat nämlich im EXTRA-Verlag ein Buch herausgegeben, das die Lebensgeschichte von Minna und Friedrich aus Bissendorf authentisch aufarbeitet. Am Mittwoch stellte sie es kurz im Ortsrat vor. „Seid alle herzlich gegrüßt, Eure Minnie“ ist in der ECHO-Geschäftsstelle in Bissendorf und im örtlichen Buchhandel erhältlich. Es erzählt in Briefen, Texten und Bildern die Geschichte der Geschwister Minna und Friedrich, die 1915 als Vollwaisen ihre Heimatstadt Linden bei Hannover verlassen müssen und nach einem kurzen Heimaufenthalt nach Bissendorf ziehen. Dort wachsen sie getrennt voneinander bei Familie Knibbe und Goltermann auf. Minna erhält 1923 die Chance als Köchin für den Konsul Hohlt in Santo Domingo zu arbeiten. Sie will noch etwas von der Welt sehen, bevor sie ihren Verlobten Peter heiratet. In Santo Domingo trifft sie auf Diplomaten und deren Frauen und erzählt vom Leben in Puerto Plata. Nach einer Malariaerkrankung kehrt sie im Januar 1926 nach Bissendorf zurück. Kurz darauf entscheidet sie sich gemeinsam mit Peter und einem befreundeten Pärchen (Hedwig und Ernst Schlote) nach Kuba auszuwandern. Bruder Friedrich bleibt in Bissendorf zurück. Er heiratet 1927 und gründet seine Familie.Minna und Peter heiraten Ende 1926 in Havanna und gehen später in die USA. Es entwickelt sich
ein jahrzehntelanger Briefwechsel zwischen Minna und ihrer Schwägerin Magdalena, der die Basis für Petra Mensings Buch bildet.
Petra Mensing wird ihr Buch bei der Seniorenweihnachtsfeier des Ortsrates Bissendorf im Dezember mit einer Teillesung vorstellen und ebenfalls im Dezember voraussichtlich die Vitrine im Bürgerhaus mit dem Buch und Erinnerungsstücken drum herum bestücken.