MIT fordert vor allem Verlässlichkeit

Trafen sich zum ersten Sondierungsgespräch: Die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Editha Lorberg (v. r.), CDU-Bürgermeisterkandidat Dirk Hallmann, MIT-Vorsitzender Dietmar Reddig und MIT-Vorstandsmitglied Michael Mertens. Foto: A. Wiese

CDU-Bürgermeister-Kandidat Dirk Hallmann stellte sich bei MIT-Vorstand vor

Wedemark (awi). „Wir als Mittelstand brauchen eine verlässliche Planung und fordern, dass nach dem Wortbruch des ehemaligen Bürgermeisters die Gewerbesteuer jetzt in absehbarer Zeit nicht erhöht wird.“ Mit dieser Forderung konfrontierte Wedemarks Vorsitzender Dietmar Reddig, unterstützt von seinem Vorstandskollegen Michael Mertens, den CDU-Bürgermeisterkandidaten Dirk Hallmann bei dessen Antrittsbesuch. Bei dem ersten Sondierungsgespräch zwischen Reddig, Mertens, Hallmann und der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Editha Lorberg machte der MIT-Vorsitzende unmissverständlich klar, was für die MIT im Zusammenhang mit den Bürgermeisterwahlen wichtig ist: nämlich als Vertreter des Mittelstandes einen direkten Draht zum Bürgermeis-ter zu haben, „damit die Belange des Mittelstandes dort schneller Gehör finden und Probleme schnell gelöst werden können“. „Ich habe Dirk Hallmann als sehr kompetent kennengelernt und bin überzeugt, dass er der richtige Kandidat für das Bürgermeisteramt in der Wedemark ist. Er macht einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck, ist total souverän, teamfähig und bereit, auf Augenhöhe gemeinsam etwas zu erarbeiten und zu erreichen“, so das Fazit von Dietmar Reddig nach dem zweistündigen Gespräch. Hallmann nahm die Forderung der MIT, nicht mit einer weiteren Erhöhung der Gewerbesteuer zu spekulieren nicht nur auf, sondern sprach sich dafür aus, die Steuer eher wieder zu senken als sie weiter anzuheben. „Ziel einer Gemeinde muss es sein, die Einnahmen durch Neuansiedlung von Firmen zu erhöhen. Die Steuern zu erhöhen ist zu einfach“, so Hallmann. Ihm seien die grundsätzlichen Ziele der MIT vertraut, berichtete der CDU-Bürgermeisterkandidat.
Mit der MIT im Landkreis Holzminden und ihrem Kreisvorsitzenden Rolf Diepenwisch habe er während seines Landratswahlkampfes 2011 dort gut zusammengearbeitet. Ihm ging es in diesem ersten Gespräch vor allem darum, etwas über die MIT Wedemark zu erfahren und die handelnden Personen kennenzulernen. „Als Bürgermeister einer Gemeinde muss es mein Ziel sein, optimale Rahmenbedingungen für Handel und Wirtschaft zu schaffen“, so Hallmann. Die MIT Wedemark habe sich in den letzten Jahren stark mit den Gewerbevereinen arrangiert, berichtete Dietmar Reddig. Zwar sei die MIT die Mittelstandsvereinigung der CDU, „doch zwei Drittel unserer Mitglieder sind parteilos und daher habe ich versucht, nie Parteipolitik zu machen, sondern die Interessen der Mitgliedsbetriebe in den Vordergrund zu stellen“, betonte Reddig. Andererseits sei die MIT mit ihrem Kandidaten Martin Schönhoff im Rat und der Regionsversammlung gut aufgestellt.
„Wir sind gut vernetzt in der Wedemark“, konstatierte auch Michael Mertens: „Wir müssen nur mal wieder mehr Schwung geben!“ Es sei wichtig, dass sich die MIT bei Themen positioniere, die in der Vergangenheit schlecht gelaufen seien, wie eben die Erhöhung der Gewerbe- und Grundsteuer, betonte die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Editha Lorberg: „Der ehemalige Bürgermeis-ter hat hier in der Wedemark in den letzten Jahren überhaupt keine mittelstandsfreundliche Politik gemacht. Das muss wieder anders werden.“ Dietmar Reddig und Michael Mertens berichteten Hallmann, dass die MIT als Mitbegründer der Gewerbeschau in Elze in diesem Jahr „ausgebootet“ worden sei und das Unternehmerforum, das zwei Mittelständler einst aus der Taufe gehoben haben, sei erst von der Gemeinde an sich gezogen worden und dann eingeschlafen. „Wir werden das Unternehmerforum aber wiederbeleben mit dem Gewerbevereinen und gern auch mit der Gemeinde“, so Reddig und Mertens. Hallmann versprach, sich für eine positive Grundstimmung zwischen Gemeinde, Wirtschaft und Mittelstandsvereinigung einzusetzen.