MIT-Respekt-Preis würdigt Leistung

Tobias Kollock (links) und Sören Tischatzke halten ihre Auszeichnung schon in den Händen, während sich die derzeit im Ausland weilende Preisträgerin Inken Alber von Hendrike Hartmann vertreten lässt. Foto: S. Birkner

Sören Tischatzke, Tobias Kollock und Inken Alber steigern sich am meisten

Mellendorf (sb). Die Wedemärker Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) hat vorges-tern zum neunten Mal den Schülerpreis „Respekt“ an Jugendliche mit signifikanter schulischer Leis-tungssteigerung vergeben. Im zugrunde liegenden Zeitraum, nämlich den zurückliegenden beiden Schulhalbjahren, schafften Sören Tischatzke (Konrad-Adenauer-Schule), Tobias Kollock (Realschule) und Inken Alber (Gymnasium) an ihrer Schulform die jeweils größte Verbesserung des Zensurenschnitts.
Alber gelang in dieser Zeit die Steigerung ihrer Leistungen um eine ganze Note, während Tobias Kollock und Sören Tischatzke ihren Durchschnitt um ebenfalls beachtliche 0,9 bzw. 0,75 Notenpunkte nach oben schrauben konnten. „Wir zeichnen die drei Zehntklässler aus, weil sie es nicht nur verstanden haben, dass sich Anstrengungen und Leistung lohnen, sondern diese Erkenntnis auch auf beeindruckende Weise in die Tat umsetzen“, sagte der MIT-Vorsitzende Dietmar Reddig auf der Preisverleihung. Er betonte, dass jeder Schüler ausschließlich für sich und seine eigene Zukunft lerne und sich dessen jederzeit bewusst sein müsse. Die drei Jugendlichen hätten durch ihre außergewöhnlichen Leistungssteigerungen eine Vorbildfunktion für ihre Mitschüler. Gemeindebürgermeister Tjark Bartels gratulierte den Preisträgern und bezeichnete es als „Fertigkeit“, sich selbst und seine eigenen Leis-tungen kritisch zu hinterfragen. Diese Art der Selbstreflexion sei Voraussetzung für derartige Leis-tungsverbesserungen. Wilfried Osing von der Konrad-Adenauer-Schule beklagte in der Schulleiterrede, dass alle Welt von Respekt spreche, ohne den Begriff zu konkretisieren. „Die Anerkennung und Wertschätzung, die die Schüler in Form des Respekt-Preises erfahren, ist in dieser Hinsicht ein lobenswerter, weil greifbarer und lebensnaher Ansatz“, sagte Osing. Er beschrieb seinen Eindruck, dass es Gemeinde, Betriebe und Bürger verstanden hätten, den Schülern und ihren Leistungen den nötigen Respekt zu zollen. Reddig nutzte die Gelegenheit, um sich für praxisnäheren Unterricht in der Wedemark einzusetzen. Er warb für die engere Vernetzung zwischen Wirtschaft und Schulen, um das Ausbildungsniveau weiter zu heben. „Die Kooperation mit Betrieben und die daraus resultierende Praxisnähe könnte den Schülern beim Verstehen der Lerninhalte helfen“, merkte er an. Sein Dank galt neben den Sponsoren, die wertvolle Sachpreise für die drei Schüler zur Verfügung gestellt hatten, auch dem Mellendorfer Ausbildungszentrum der Bauindstrie (ABZ) für die kos-tenlose Raumnutzung während der Preisverleihung. Er kündigte an, dass die zehnte Verleihung des Respektpreises im kommenden Jahr als Jubiläumsveranstaltung in einem noch größeren Rahmen stattfinden soll. Und wer weiß: Vielleicht wird einer der diesjährigen Preisträger dann schon in anderer Funktion anwesend sein. So ging es in diesem Jahr Vincent Lubbe, der 2009 selbst Träger des Res-pekt-Preises war und das Publikum auf der diesjährigen Preisverleihung mit einer kurzweiligen Mischung aus Klaviermusik und Kabarett unterhielt.