MIT will sich um Landwirte kümmern

MIT-Vorsitzender Dietmar Reddig (v. r.), Martin Schönhoff, Michael Mertens, Horst Müller und Wilfried Plumhoff im Kuhstall von Landwirt Ralf Göing in Gailhof bei einer Betriebsbesichtigung. Foto: A. Wiese

Betriebsbesichtigung auf dem Betrieb von Ralf Göing in Gailhof

Gailhof (awi). Im Kommunalwahlkampf im letzten Jahr hatte sich die MIT für den Landwirt und CDU-Kandidaten Martin Schönhoff aus Hellendorf stark gemacht – mit Erfolg. Schönhoff wurde in den Gemeinderat gewählt. „Wir wollen uns als Mittelstandsvereinigung der CDU um die Landwirte kümmern“, kündigte MIT-Vorsitzender Dietmar Reddig jetzt bei einer Betriebsbesichtigung der MIT auf dem Betrieb von Landwirt Ralf Göing an: „Für uns ist jeder Mittelständler, egal ob Handwerker oder Landwirt!“ Die MIT werde jetzt nach und nach verschiedene landwirtschaftliche Betriebe besuchen und hören, wie sie aufgestellt und spezialisiert sind. Der Besuch bei Göing sei nur der Auftakt. Die MIT Wedemark wolle sich gern ein Gesamturteil über die Lage der Landwirtschaft bilden und daraus ihre Schlüsse ziehen. Diese wiederum solle Ratsmitglied Martin Schönhoff dann erst in seine Fraktion und dann in den Rat mitnehmen und dort möglichst umsetzen. Ralf Göing berichtete, er selbst habe den Betrieb noch nicht übernommen. Noch sei sein Vater Betriebsleiter und er Angestellter. Bis vor einem Jahr sei der Betrieb ein reiner Milchviehbetrieb gewesen. Dann habe eine Entscheidung getroffen werden müssen: Milchvieh aufstocken oder auf Biogas setzen. Die Entscheidung sei für Biogas gefallen. „So kriegen wir den Kreislauf wieder rund“, führte Ralf Göing vor seinen interessierten Zuhörern aus. Der gesamte Mist und die Gülle der Kühe, die insgesamt 550.000 Liter Milch pro Jahr produzierten, liefen durch die Anlage. Die gesamte Nachzucht verbleibe auf dem Betrieb, die männlichen Käber würde bis Schlachtreife gemästet, die weiblichen als künftige Milchkühe aufgezogen. Der Ackerbau diene der Erzeugung des Futters für den Viehbestand. Lediglich die Zuckerrüben würden an die Nordzucker AG verkauft. Mit der Energie, die die Biogasanlage produziere, könnten 60 Haushalte versorgt werden, so Göing: „Eigentlich reicht das für ganz Gailhof!“