Mobiles Testzentrum vor dem Rathaus

Schüler und Lehrkräfte ließen sich testen

Mellendorf. Ende letzter Woche gab es am Campus W in Mellendorf, dem Schulzentrum der Wedemark, rund 300 Corona-Quarantänefälle, darunter sind etwa 40 Lehrkräfte. „Im Zusammenwirken mit IGS, Gymnasium, dem Gesundheitsamt und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) konnten wir erreichen, dass kurzfristig eine mobile Teststation eingerichtet wird“, erläutert Bürgermeister Helge Zychlinski. „Das Gesundheitsamt stellt damit fest, ob sich noch mehr Menschen aus dem schulischen Bereich infiziert haben. Damit schaffen wir uns einen klaren Überblick über die tatsächliche Infektionslage – über die bestehenden Quarantänemaßnahmen hinaus.“ Die Quarantäneanordnungen des Gesundheitsamtes bleiben weiter wirksam, auch wenn negativ getestet werde, beschreibt Zychlinski das weitere Vorgehen. Hintergrund ist, dass wegen der unterschiedlich langen Inkubationszeit eine Infektion auch erst später nachweisbar werden könnte. Bei positiven Tests könne aber die Infektionskette konkret weiterverfolgt werden. Getestet werden ausschließlich die dazu eingeladenen und betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. Es ist kein öffentlicher Test
„Das Gesundheitsamt in Hannover macht alles möglich, was menschlich leistbar ist“, sagt der Bürgermeister. „Aber wenn aktuell sieben Wedemärker Schüler mit einer Infektion Quarantänemaßnahmen und Testungen für fast 300 Personen auslösen, wird deutlich, dass dies schon heute nicht zu leisten ist – zumal ja das gesamte Regionsgebiet betroffen ist. Bei weiter steigenden Infektionszahlen wird die Situation noch verschlimmert. Deshalb braucht es perspektivisch das Schnelltestverfahren – außerdem muss mit Blick auf Herbst und Winter die Strategie nachjustiert werden. Bis dahin helfen wir selbstverständlich mit den Ressourcen der Gemeinde Wedemark.“ Das DRK betrieb die Teststation und wurde bei der Durchführung sowohl von Mitarbeitern der Gemeinde, als auch von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Wedemark unterstützt.