„Moderate Steuererhöhungen“

Investitionen in Bildung und Betreuung erfordern es

Wedemark. Die in einer Verwaltungsvorlage vorgeschlagene Erhöhung der Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer von 400 v. H. auf 415 v. H. bewege sich in einem moderaten Rahmen, so Bürgermeister Tjark Bartels. Sie seien notwendig, um vergangene und zukünftige Investitionen und Folgekosten bei Kinderbetreuung und Bildung finanzieren zu können. Die erhöhten Hebesätze lägen noch unter den Mittelwerten der regionsangehörigen Kommunen, die 432 v. H. für die Grundsteuer und 416 v. H. bei der Gewerbesteuer betragen. Somit sei die Gemeinde Wedemark gut aufgestellt in der Region Hannover.
„Die Wedemark ist eine attraktive Gemeinde in der Region Hannover und muss sich dem Wettbewerb um Gewerbeansiedelung und Zuzug von Einwohnerinnen und Einwohnern in der Region stellen. In den letzten Jahren wurden große Investitionen, vor allem im Bereich der Bildung und der Kinderbetreuung gemacht, um diese Attraktivität zu erhalten und noch weiter zu steigern“, so Bürgermeister Bartels. „Bildung und Betreuung sind Investitionen in die Zukunft. Und die gibt es leider nicht umsonst.“
Eine Beispielrechnung zeige auf, wie hoch die Belastung durch die Erhöhung der Grundsteuer sein könne: Bei einem Einfamilienhaus mit einem Grundsteuermessbetrag von 62,34 Euro ergebe sich beim bisherigen Hebesatz von 400 v.H. eine jährliche Grundsteuer von 249,36 Euro, mit einem Hebesatz von 415 v.H. eine jährliche Grundsteuer von 258,71 Euro. Der Unterschied betrage somit 9,35 Euro pro Jahr.