Modernes Kirchenportal geweiht

Vor dem Segnen der neuen Eingangstüren von St. Maria Immaculata singt Pfarrer Hartmut Lütge mit der Gemeinde ein Kirchenlied. Foto: B. Stache

Katholische Kirche St. Maria Immaculata schmückt eine neue Eingangstür

Mellendorf (st). Im Jahr 1995 hatten Professor Gerd Winner und seine inzwischen verstorbene Ehefrau Ingema Reuter den Innenraum der katholischen Kirche St. Maria Immaculata künstlerisch neu gestaltet. Seitdem zeugen das Altarbild und die Türen im rückwärtigen Bereich der Kirche zur Marienkapelle und zum Beichtraum von beider Schaffenskraft. Seit vergangener Woche empfängt das Gotteshaus der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien Wedemark seine Besucher mit einem neuen, attraktiven Eingangsportal – nach einem Entwurf von Professor Gerd Winner. Auf beiden Flügeltüren ist in kunstvollem, modernem Design, das Magnificat, Marias Lobgesang auf den Herrn, niedergeschrieben. In großen Lettern aus Edelstahl finden sich die Worte „Magnificat anima mea Dominum, et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo“, zu deutsch: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.“ Kirchenmitglied und begnadeter Fotograf Manfred Zimmermann hat sich seit 20 Jahren für das Projekt neues Kirchenportal eingesetzt. Die alten Türen stammten aus den sechziger Jahren, waren marode geworden und mussten ersetzt werden. Pfarrer Hartmut Lütge habe sich sehr für die Erneuerung engagiert, ebenso Dombaumeister Norbert Kessler, erklärte Zimmermann. Das Kirchenportal-Projekt wurde finanziert durch den Förderverein der katholischen Kirche Mellendorf, Spenden einzelner Kirchenmitglieder und einen Zuschuss vom Bistum Hildesheim. „Die neuen Türen sind für mich ein sichtbares Zeichen des Glaubens nach außen“, beschrieb der künstlerisch veranlagte Fotograf seine Empfindungen beim Anblick des Portals. Das benachbarte Glasfenster mit der Abbildung von Elisabeth und Maria passe sehr gut zum Magnificat auf beiden Türen. „Das Schöne ist, dass das Magnificat auch ein Zeichen der Ökumene ist. Martin Luther hat es aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt“, so Manfred Zimmermann. Am vergangenen Sonnabend segnete Pfarrer Hartmut Lütge die Eingangstüren zu St. Maria Immaculata. Ihm zur Seite standen der für die Künstlerseelsorge im Bistum Hildesheim zuständige Pastor Ulrich Schmalstieg sowie zwei Messdienerinnen. Nach einem gemeinsamen Lied eröffnete Pfarrer Lütge die feierliche Zeremonie in Anwesenheit vieler Gottesdienstbesucher mit dem Vers „Freue dich, Stadt Jerusalem!“. „Wir haben heute eine große Freude, dass wir ein Portal, den Zugang zur unserer Kirche neu gestalten konnten und dieses Portal heute einweihen können“, erklärte er. Nach der Segnung öffnete der Geistliche die beiden Doppeltüren und geleitete die Besucher zum Gottesdienst ins Innere.