Moor-Erlebnistage 2012 in Resse

Dr. Eberhard Gärtner (rechts) startet mit 18 Teilnehmern am MOORiZ zur Fahrrad-Exkursion ins Helstorfer Moor. Foto: B. Stache
 
Waltraud Lübbert (rechts) aus Frielingen, ihr Sohn Jürgen Gerisch sowie dessen Kinder Enza (4) und Elias (6) aus Scharrel hören sich im MOORiZ Tierstimmen an. Foto: B. Stache

Exkursionen und MOORiZ-Demonstration erfreuen Besucher

Resse (st). Das Moorinformationszentrum (MOORiZ) in Resse ist am Wochenende wieder einmal seinem Namen als Umweltinformationszentrum und beliebter Ausgangspunkt für Exkursionen in die vier umliegenden Hochmoore der Hannoverschen Moorgeest gerecht geworden. „Am Samstag waren die beiden Exkursionen ins Otternhagener sowie ins Schwarze Moor sehr gut besucht“, bestätigte Jochen Pardey, Vorsitzender des Vereins Bürger für Resse. Aber auch die Demonstration von Dr. Helga Schulz-Knoke zum Thema „Torfmoos im Moor, Eigenschaften und Bedeutung, Moorschutz ist Klimaschutz“ fand bei den Besuchern großen Anklang. „Wir hatten am Samstag zusätzlich etwa 120 Gäste im MOORiZ zu Besuch“, freute sich Jochen Pardey, dessen Bürgerverein das Informationszentrum seit einem Jahr betreibt. In den vergangenen zwölf Monaten wurden rund 5500 Tagesbesucher verzeichnet, darüber hinaus hatte das MOORiZ noch viele Abendveranstaltungen im Angebot. Der Aktionskreis Hannoversche Moorgeest, eine Arbeitsgemeinschaft von BUND, NABU, der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), der NLV (Naturkundliche Vereinigung Langenhagen e.V.) sowie des Vereins Bürger für Resse hatte zu dem Erlebniswochenende rund um die Moore eingeladen. Am Sonntag nutzten erneut viele Moor begeisterte Bürger das Angebot an Exkursionen teilzunehmen. Dr. Reinhard Löhmer (BUND und Faunistische Arbeitsgemeinschaft Moore – FAM) führte um 10 Uhr eine Besuchergruppe zu Fuß von Wiechendorf in den Nordbereich des Bissendorfer Moores. Zur Fahrrad-Exkursion in das Helstorfer Moor hatte sich zeitgleich Dr. Eberhard Gärtner (FAM) mit 18 Gästen auf den Weg gemacht. „Dort werde ich zeigen, wie die bisherige Pflege des Moores bereits erste Früchte trägt. Unter anderem durch die Entkusselung, die schon sehr früh vom damaligen Landkreis angekurbelt wurde“, erklärte er. Später seien diese Moorflächen von der Arbeitsgruppe der FAM nachgepflegt worden, erinnert sich Dr. Gärtner: „Wie wir heute erkennen können, war dies eine sehr effektive Arbeit.“ Unter den Teilnehmer an der Fahrradexkursion waren auch Karl-Heinz Garberding, Leiter der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer e.V. (ÖSSM), und Ehefrau Karin aus Großenheidorn. Der ÖSSM-Leiter hat im Helstorfer Moor vor 25 Jahren Filmaufnahmen zum Thema Hochmoor gemacht und dabei unter anderem den Hochmoorbläuling, eine sehr seltene und vom Aussterben bedrohte Schmetterlingsart aufgenommen. „Heute können wir ihn nicht sehen, da er im Juni fliegt“, erklärte Karl-Heinz Garberding. Eine weitere Exkursion mit 30 Teilnehmern leiteten Eckhard Schmatzler von der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde sowie Ludwig Uphues (NABU) in den Südbereich des Bissendorfer Moores mit Besuch des Muswillensees. Rundherum zufrieden zeigte sich dann auch Jochen Pardey nach dem besucherstarken Wochenende: „Wir hoffen, dass die Moor-Erlebnistage gut angekommen sind und das MOORiZ auch über solche besonderen Ereignisse hinaus weiter angenommen wird. Auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind Gruppenbesuche möglich.“ Das MOORiZ ist Mittwoch bis Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.