MOORiZ-Exkursion

Eine renaturierte Fläche bekamen die Teilnehmer zu sehen.

Mit Eckhard Schmatzler ins Saterland

Resse. 50 Teilnehmer – ein ausverkaufter Bus – trafen sich Anfang Juni frühmorgens, um zu einer Tagestour ins Saterland/Esterweger Dose zwischen Oldenburg und Papenburg zu starten. Das Programm hatte Eckhard Schmatzler, Deutsche Gesellschaft Moor- und Torfkunde, für das MOORiZ zusammengestellt. Er gab während der Fahrt viele eindrucksvolle Erläuterungen zu Landschaft, Mooren und früherer Lebensweise der Torfbauern. Hinter Oldenburg führte die Fahrt entlang des Küstenkanals bis zum Torfwerk Ramsloh, wo die Moorbahn auf die Besucher wartete. Mit ihr ging es durch die Abbau- und Renaturierungsflächen der Esterweger Dose. Die großen Abbaugebiete stimmten so manchen Moorschützer wehmütig. Dauert es doch Jahrzehnte bis die abgebauten Moorflächen wieder renaturiert sind. Das Ziel des Torfabbaus war früher die Kultivierung und Besiedlung der abgebauten Moore, heute müssen die Abbauflächen renaturiert werden und eine spätere Nutzung ist ausgeschlossen, sie stehen für immer unter Naturschutz. Nach der Fahrt mit der Moorbahn folgte nach einer Mittagspause die Besichtigung der Substratanlage zur Aufbereitung und Mischung der Rohstoffe zu Erden und Substraten für den Gartenbau. Eindrucksvoll türmten sich riesige Berge Torf und weitere Zuschlagstoffe, wie Kompost und Rinde auf, bevor sie in ganz speziellen Mischungsverhältnissen weiterverarbeitet werden.
Inzwischen arbeitet die Moorkultur Ramsloh in Zusammenarbeit mit Universitäten auch an einem Projekt zur Torfmooskultivierung, der „Ansaat“ und Ernte von Torfmoosen. Damit wäre der Torfabbau überflüssig, bis dahin ist es allerdings noch ein sehr langer Weg. Die Moorschützer durften eine erste Versuchsfläche besichtigen.
Der Bus brachte die Besucher anschließend ins Moormuseum nach Elisabethfehn mit vielen eindrucksvollen Exponaten und geschichtlichem Wissen. Stärkung gab es im angrenzenden Teestübchen noch eine ostfriesische Teepause mit Buchweizentorte oder -pfannkuchen, bevor die Rückfahrt zum MOORiZ angetreten wurde.