MoorIZ im Endspurt Letzte Bauphase des Moorinformationszentrums hat begonnen

Die Arbeiten am Moorinformationszentrum kommen gut voran. Foto: B. Stache
Resse (st). Es geht gut voran bei Bau des Moorinformationszentrums (MoorIZ) in Resse. „Wir sind im Zeitplan und auch im Kostenplan“, erklärte Architekt Roger Ahrens vom Büro ahrens grabenhorst architekten BDA aus Hannover anlässlich einer Baubesprechung am Mittwoch vor Ort. Das MoorIZ wird mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 950.000 Euro aus dem Konjunkturpaket 2 finanziert. Am 3. September erfolgt um 11 Uhr die Übergabe des Gebäudes durch die Region Hannover an die Gemeinde Wedemark. Der Betrieb des neuen Zentrums liegt zukünftig in den Händen ehrenamtlicher Mitarbeitern des Vereins Bürger für Resse. Um für diese Aufgabe gewappnet zu sein, hat der Verein vor etwa einem Jahr den „Arbeitskreis Moor“ ins Leben gerufen, dem circa 15 Personen angehören, die sich konzeptionell auf die Arbeit im MoorIZ vorbereiten. Der erste Spatenstich für das Gebäude mit einer Nutzfläche von 315 Quadratmetern erfolgte im November 2010. Der Neubau wurde im Zuge der ehemaligen Straße „Altes Dorf“ errichtet. Bei der Planung des MoorIZ kam es dem Architekturbüro besonders darauf an, dem zukünftigen Besucher das Gefühl zu vermitteln, auf der alten Dorfstraße zu wandeln: „Beleuchtungs- und Raumkonzept lehnen sich an den früheren Verlauf der Dorfstraße an“, erläuterte der Architekt. „Wir haben bei der Planung auf Energieeinsparung geachtet und die gesetzlichen Vorgaben sogar um 30 Prozent unterschritten“, so Ahrens. Das Gebäude verfügt über eine 230 Quadratmeter große Halle, in der sich der Ausstellungsbereich zum Thema Moor sowie ein Vortragsraum mit Platz für 60 Personen befinden. Beide Bereiche werden durch eine verschiebbare Lagerbox getrennt. In kleineren Nebenräumen sind das Büro, eine Teeküche, Garderobe, Toiletten sowie ein Lagerraum untergebracht. Die Moorausstellung soll selbsterklärend sein, Führungen erfolgen nur nach Voranmeldung. Geplant sind auch vielfältige Sonderveranstaltungen und kulturelle Veranstaltungen unterschiedlicher Art. Karl-Heinz Müller vom Vorstand Bürger für Resse hatte die Baubesprechung genutzt, um Kontakt zum Architekten zu halten und Absprachen bezüglich der Ausstattung des MoorIZ zu treffen. Der Bau des Moorinformationszentrums ist ein anschaulicher Beweis, dass bürgerliches Engagement und staatliche Projekte durchaus harmonisieren können – in Resse ist dies Realität.