Morgen Eröffnung der neuen Betriebsstätte

Die Mitarbeiter der Betriebsstätte der Pestalozzistiftung freuen sich über ihre schönen neuen Räume.

Menschen mit Behinderung arbeiten jetzt in den ehemaligen Post-Gebäuden

Mellendorf (awi). Pünktlich zum 1. Oktober hat die Betriebsstätte für Menschen mit Behinderung der Pes-talozzi-Werkstatt ihren alten Standort in Isernhagen FB aufgegeben und ihre neuen Arbeits- und Sozialräume in der Wedemarkstraße in Mellendorf in den alten Betriebsgebäude der Post bezogen. Morgen, am Donnerstag, 11. Oktober, von 14 bis 17 Uhr ist die offizielle Eröffnung mit geladenen Gäs-ten. Grund für den Umzug war vor allem der Wunsch nach einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Lange hatten Martin Mahlau, Betriebsleiter der Werkstätte für Menschen mit seelischer Behinderung, und Nico Lauerwald, Bereichsleiter der Behindertenhilfe der Pestalozzi-Stiftung, nach einem geeigneten Grundstück in Mellendorf gesucht, das den Anforderungen der Pestalozzi-Stiftung gerecht wird. „Einfach war es nicht“, erinnern sich die beiden, „denn es mussten ganz schön viele Voraussetzungen erfüllt werden.“ So sollten die neuen Werks-hallen idealerweise mitten im Ortszentrum liegen, den Beschäftigten kurze Wege zu umliegenden Einkaufsmöglichkeiten bieten, verkehrstechnisch für die Kunden aus Burgwedel, Langenhagen und der Wedemark gut zu erreichen sein und zuguterletzt natürlich auch barrierefrei sein. „Im ehemaligen Gebäude der Deutschen Post in der Wedemarkstraße wurden wir schließlich fündig“, freut sich Martin Mahlau, „denn hier stimmte einfach alles.“ Bevor die Standortverlegung in Angriff genommen werden konnte, waren allerdings noch einige Umbauarbeiten am Gebäude notwendig, denn eines war die alte Postfiliale leider nicht – barrierefrei. Doch Stiftung und Gebäudeeigentümer haben jeder ihren Teil dazu getan, so dass ingesamt rund 190.000 Euro investiert wurden, berichtet Martin Mahlau.„ Das Gebäude erstreckt sich über zwei Etagen“, erklärt Mahlau, „daher musste an der Außenwand erst ein Fahrstuhl angebracht werden, der unseren Mitarbeitenden den barrierefreien Zugang in die erste Etage ermöglicht und zugleich einen einfachen Fluchtweg im Sinne der Brandschutzbestimmungen schafft.“ Dazu kam der Anbau einer Feuerleiter sowie einer Lagerhalle, um die Anlieferung der Waren im Erdgeschoss zu vereinfachen. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn mit der neuen Betriebsstätte können die Mitarbeitenden jetzt viel Zeit einsparen. Martin Mahlau: „Ein maßgeblicher Grund für unseren Standortwechsel war die Tatsache, dass viele Beschäftigte direkt aus Mellendorf kommen. Bisher mussten sie sehr langwierig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Isernhagen anreisen. Diese Hürde konnten wir jetzt durch den Umzug endlich abbauen.“ Kleinere Räume, niedrigere Decken, eine neue Wärmedämmung und Sanierung sorgen außerdem für optimale Bedingungen.