Motorcross ist ein Reizthema

Der erste Vorsitzende Andreas Schröder (von rechts) überreichte der Wirtschaftsförderin der Gemeinde Wedemark Antonia Hingler und dem Umweltschutzbeauftragten René Rakebrandt Präsentkörbe für die Vorträge. Foto: E. Rodenbostel
 
Neue und scheidende Vorstandsmitglieder des Landwirtschaftlichen Vereins: Klaus Stoll (von links), Heinz Cohrs, Cord-Heinrich Henneicke, Hans-Jürgen Gutowski, Heinz Mohlfeld, Jan Cohrs, Marin Schönhoff, Katrin Klages und Andreas Schröder. Foto: E. Rodenbostel

Landwirtschaftlicher Verein setzt sich für Bedürfnisse der Landwirte ein

Wennebostel (er). Thema der Diskussionsrunde bei der Jahreshauptversammlung des Landwirtschaftlichen Vereins am 13. März war: „Wedemark-Wohlfühlgemeinde … auch für Bauern?“ Als Gäste nahmen der Umweltschutzbeauftrage der Gemeinde Wedemark René Rakebrandt und die Wirtschaftsförderin der Gemeinde Wedemark Antonia Hingler teil. Sie legten ihre Einschätzung der Punkte ihrer Zuständigkeitsbereiche dar, die die Landwirte betreffen.
René Rakebrandt brachte zunächst seine Wertschätzung den Familienbetrieben, mit all ihren Anforderungen, zum Ausdruck: „Die Landwirtschaft als soziale Komponente unterliegt natürlich einem Wandel. Vor Jahren war sie noch Mittelpunkt des dörflichen Lebens.“ Im Verlauf seines Vortrags ging er auf den zunehmenden Pendelverkehr, den Generationswechsel in vielen Familienbetrieben und wirtschaftliche Komponenten ein. Sie beinhalten die Bodenpunkte, den Niederschlag und die Einbindung in die Weltmarktpreise. Antonia Hingler erklärte ihr Engagement als Wirtschaftsförderin: „Die Idee der Gemeinde Wedemark besteht darin, die Hofläden zusammenzufassen und neue Flyer zu erstellen. Eine Zusammenfassung der Angebote gibt es für die gesamte Wedemark so noch nicht.“ Ein weiterer Punkt sei für die Fahrradfahrer eine Fahrradroute zu erstellen. „Das ist auch für die Landwirte interessant, dann bleiben die Wirtschaftswege für die Landwirte.“ Für die Akzeptanz der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit setzt sich Antonia Hingler ein: „Die Kampagne „Echt grün“ wirbt an exponierten Stellen um Rücksicht und Verständnis.“ Beide Redner stellten sich interessierten Fragen von Mitgliedern der Versammlung und sicherten Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen zu. Vor allem der Unmut über die „Wildnutzung“ der Wege, Felder und Wälder durch Motorcross-Fahrten wurde geäußert und sollte in nächster Zukunft zum Schutz für die betroffenen Acker- und Waldflächen, sowie Vorfluter abgestellt werden. Ein weiteres Thema war die Bereitstellung von Flächen für Gewerbebetriebe mit dem Blick auf eigenes Käuferverhalten und bereits in der Wedemark vorhandene Gewerbe oder innovative neue Ideen. Sowohl Antonia Hingler als auch René Rakebrandt warben um Rückmeldung der Landwirte um deren Bedürfnisse besser berücksichtigen zu können. Die weitere Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des landwirtschaftlichen Vereins war nach dem ausführlichen Protokoll der letzten Versammlung, das noch einmal eine Zusammenfassung des Vortrags enthielt, schnell abgearbeitet. Interessante Punkte ergaben die anberaumten Vorstandswahlen.
Der Verein hat über 100 Mitglieder, von denen knapp die Hälfte im Gasthaus Bludau in Wennebostel teilnahmen. Bei den Neuwahlen sollte es nach sechzehn Jahren eine Veränderung bei dem ersten Vorsitz geben. Andreas Schröder stellte sich aber abschließend kommissarisch für ein weiteres Jahr zur Verfügung, um in diesem Jahr mit vereinten Kräften nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger zu suchen. Er erklärte: „Es ist nicht so einfach für mich aus Fuhrberg die Geschicke des Vereins der Wedemark zu leiten. Manch wichtige Informationen erreichen mich einfach zu spät. Als Verein haben wir turbulente Zeiten hinter uns. Die finanzielle Situation ist nun deutlich besser als zu Zeiten der Übernahme 2003. Die wichtige Feier des Vereins „der landwirtschaftliche Ball“ wird nun wieder vermehrt von jungen Menschen wahrgenommen. Merken Sie sich den ersten Freitag im Februar 2020!“ Die weitern Wahlen verliefen sehr unkompliziert. Die beiden ausscheidenden Beisitzer hatten bereits Vorschläge für die Nachfolge bereit. So beendete Cord-Heinrich Henneicke nach seinen Worten „gefühlten 50 Jahren Tätigkeit als Beisitzer“ sein Amt und stellte Hans Jürgen Gutowski vor und zur Wahl. Für Heinz Cohrs übernahm sein Sohn Jan die Aufgaben. Tim Schröter bot seine Mitarbeit im Verein an und wurde in Abwesenheit zu einem zusätzlichen Beisitzer gewählt. Im Amt verblieben der Kassenwart Heinz Mohlfeld, die Schriftführerin Katrin Klages, der zweite Vorsitzende Martin Schönhoff und Beisitzer Klaus Stoll.