MTV freut sich über neue FSJlerin

Herzlich Willkommen, Christina Speidel: Der MTV-Vorsitzende Günter Stechmann begrüßt die neue FSJlerin an ihrem ersten Arbeitstag vor der Mellendorfer Geschäftsstelle. Foto: S. Birkner

Vorsitzender Günter Stechmann begrüßte Christina Speidel an ihrem ersten Arbeitstag

Mellendorf (sb). Mit einem nahtlosen Übergang hat der Mellendorfer TV am 1. August Alexander Bohn als FSJler verabschiedet und Christina Speidel als seine Nachfolgerin begrüßt. Weil die Kooperation zwischen MTV und Gymnasium Mellendorf nach dem erfolgreichen Pilotprojekt fortgesetzt wird, stehen Schule und Sportverein auch in den kommenden 12 Monaten die Dienste eines Freiwilligen zur Verfügung.
Der Vereinsvorsitzende Günter Stechmann nutzte am vergangenen Mittwoch die Gelegenheit, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. „Unterm Strich verlief die Kooperation sehr harmonisch. Kleinere Startschwierigkeiten konnten wir dank unseres konstruktiven Austauschs schnell beheben“, blickte er zurück. Weil die Landesschulbehörde die komplette Finanzierung des FSJlers übernimmt, birgt die Kooperation große finanzielle Vorteile für den MTV. „Die jährlichen Kosten von 5000 Euro wären für uns alleine kaum zu stemmen“, meinte Stechmann.
Der Sportverein beschäftigt seinen FSJler zum Beispiel bei organisatorischen Aufgaben in der Geschäftsstelle und zur Unterstützung der Übungsleiter in verschiedenen Sparten. In der Schule kümmert sich nun also Speidel und nicht mehr Bohn unter anderem um die Ganztags- und Hausaufgabenbetreuung. Auch die Gestaltung des Sportunterrichts in den fünften und sechsten Klassen gehört zu den Aufgaben des Freiwilligen. Ihre erste Bewährungsprobe in der Schule steht Speidel unmittelbar bevor: Im September wird sie eine Klassenfahrt nach Borkum begleiten. Unterdessen hat sich die 17-Jährige schon voll beim MTV eingelebt. Bereits jetzt unterstützt sie die erste Fußball-Herrenmannschaft, die nach dem Bezirksligaaufstieg jede helfende Hand gebrauchen kann. „Christina kümmert sich zum Beispiel um die Betreuung der Gästemannschaft und die korrekte Online-Eingabe des Spielformulars“, erklärte Stechmann. Die Abiturientin erhofft sich von den anstehenden zwölf Monaten Aufschlüsse über ihre berufliche Zukunft. „Alexander Bohn hat sich durch das FSJ für ein Studium der Sport- und Sozialwissenschaften entschieden“, machte ihr Stechmann Hoffnung. Speidel, die 38,5 Stunden pro Woche arbeiten wird, freut sich über den abwechslungsreichen Charakter ihrer Tätigkeit. „Nicht jeder FSJler kann von sich behaupten, sowohl im schulpädagogischen als auch im sportbetreuuenden Bereich eingesetzt zu werden“, meinte die Bissendorf-Wietzerin. Ob sie ähnliche Impulse wie Bohn geben kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Der inzwischen 19-Jährige hatte mit „Headis“, einer Art Kopfball-Tischtennis, eine Trendsportart in die Wedemark gebracht und dazu sogar eine eigene Sparte im MTV gegründet.