MTV-Vorstand stellt Sportzentrum vor

So soll das Sportzentrum des MTV an der Industriestraße aussehen.

Mitglieder entscheiden am 20. Februar über das neue Clubheim

Mellendorf (awi). Der Rat hatte in seiner Sitzung letzte Woche grünes Licht für die Pläne für das neue Sportzentrum des MTV Mellendorf an der Industriestraße gegeben. SPD und CDU hatten ausdrücklich betont, wie froh sie sind, dass im Schulterschluss zwischen Gemeinde, Politik und Verein dem MTV eine tragfähige Zukunftsperspektive geboten werde könne. Für den MTV war an der Hermann-Löns-Straße mit der Ausweisung des Kreuzkamps für Wohnbebauung die sportliche Luft dünn geworden. Zudem will die Gemeinde den Sportplatz ebenfalls als Baugelände vermarkten. Den Spartenleitern haben MTV-Vorsitzender Günter Stechmann und der zweite Vorsitzende Rudi Ringe die Pläne für das neue Sportzentrum an der Industriestraße in Mellendorf letzte Woche bereits vorgestellt. Alle MTV-Mitglieder sollen nun in einer Versammlung am 20. Februar im Schulzentrum detailliert informiert werden und dem Vorstand mit ihrem Votum Handlungsvollmacht geben. Denn erst dann kann dieser ganz konkret in die Verhandlungen für die Finanzierung des Clubheimsneubaus einsteigen. Vorgespräche habe es natürlich schon gegeben, so Stechmann und Ringe. Nach vorsichtigen Berechnungen muss der MTV in dem Gesamtpaket von 4,5 Millionen Euro rund 1 Million Euro für das Clubheim finanzieren. „Der Kredittilgung müsste nach etwa 30 Jahren erledigt sein“, so die ebenso vorsichtigen Schätzungen des Vorstands. Ausdrücklich betonten Stechmann und Ringe, dass es sich bei dem neuen Clubheim mit Gymnastikraum und Halle um einen Zweckbau und nicht um einen Prachtbau handeln wird. „Goldene Wasserhähne wird es mit uns nicht geben“, so Ringe. In einfacher Bauweise soll eine Halle von 1100 Quadratmetern ohne Tribüne errichtet werden. Noch einmal die gleiche Größenordnung haben Gastronomiebereich, Umkleiden, Geräteräume, Sanitäranlagen und Geschäftsstelle. Denn auch diese soll mit der Fertigstellung des Neubaus vom Gilborn in das Sportzentrum an der Industriestraße umziehen. Insgesamt ist das Grundstück gegenüber der Firma FSZM mit 4,5 Hektar ungefähr genauso groß wie das jetzige MTV-Grundstück an der Hermann-Löns-Straße. Die Gemeinde richtet für denVerein drei Sportplätze her (einendavon mit Kunstrasen). Außerdem bietet das Gelände Raum für zwei Kleinspielfelder, einen Beachballplatz und eine Boule-Bahn.
Am Clubhaus entstehen rund 100 Parkplätze. Der Gymnastikraum von 200 Quadratmetern wird so ausgestattet, dass er beispielsweise auch den Ansprüchen der Tanzsparte genügt. Für die Bewirtschaftung des Clubheims mit einer großen Terrasse liegen dem Vorstand bereits Interessenbekundungen vor. „Natürlich werden wir trotz der eigenen Halle nicht ganz auf die Nutzung der kommunalen Hallen verzichten können“, machten Stechmann und Ringe deutlich. Sie sind zunächst einmal auf das Votum ihrer Mitglieder gespannt, denn eins ist klar: Zum Nulltarif gibt es ein nagelneues Sportzentrum mit Clubheim und eigener Halle nicht. Moderate Beitragserhöhungen sind unerlässlich. In wochenlanger Arbeit hat der Vorstand ein Modell ausgetüftelt, dass die Mitglieder nicht zu sehr belastet, die Sparten, die hauptsächlich von der neuen Anlage profitieren miteinbezieht und dem Verein dennoch eine zuverlässige und überschaubare Tilgung der Kreditraten erlaubt. Wenn alles klappt können die Erdarbeiten im März/April und der Bau des Vereinsheims im Juli beginnen. Wenn der Rohbau im Oktober fertig ist und der Innenausbau in den Wintermonaten vollzogen werden kann, könnte der MTV im günstigsten Fall in einem Jahr sein neues Gelände mit Halle und Clubheim in Betrieb nehmen. Ein Teil der Plätze wird jedoch sicherlich schon vorher bespielbar sein.