Musikerziehung leicht gemacht

Klatschend, lebendig und vor allem nah an den Kindern brachten Jan Hendrik Rübel und sein Kollege Michael Grünwald den Resser Grundschülern die Welt der Musik näher. Foto: S. Birkner

Berufsmusiker arbeiteten mit Resser Grundschülern

Resse (sb). Anhand von Schaubildern und Lehrbuchtexten lernt jedes Kind in der Schule, dass Pauken und Trompeten im Orchester ganz hinten zu finden sind, während vorne der Dirigent den Takt angibt. Auch der Unterschied zwischen Blech- und Holzbläsern dürfte den meisten Schülern bekannt sein. Für echtes Verständnis rund um das Orchester reicht dieses Wissen in vielen Fällen dennoch nicht – dazu fehlt häufig schlicht die nötige Praxisnähe. An der Resser Grundschule ist das ganz offensichtlich nicht der Fall. 63 Zweit-, Dritt- und Viertklässler sind am Dienstag nämlich in den Genuss einer ganz besonderen Demonstration gekommen. Beim Besuch zweier Musiker aus dem Radiophilharmonieorchester des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hatten die Jungen und Mädchen einige Stunden lang Gelegenheit, echten Berufsmusikern mal so richtig auf den Zahn zu fühlen. Die beiden jungen Männer, Jan Hendrik Rübel und Michael Grünwald, nahmen das Interesse der Kinder dankend an und die Grundschüler mit auf eine spannende Reise quer durch die Welt der Musik. Aus welchen Bestandteilen ist ein Fagott aufgebaut? Welche Rolle spielt das Cello für den Gesamtklang des Orchesters? Und was ist eigentlich das Besondere an Bach und Beethoven? Die beiden Musiker boten den Grundschülern bei ihrem Besuch echten Anschauungsunterricht: Sie bauten ihre Musikinstrumente auseinander, schulten das Rhythmusgefühl der Kinder und gaben quasi nebenbei natürlich reichlich musikalische Kostproben zum Besten. Schulleiter Werner Behrens zeigte sich angetan von dieser besonderen Art des Musikunterrichts. „Uns liegt die musikalische Erziehung der Schüler am Herzen, weshalb wir uns im Schulprogramm explizit damit auseinandersetzen", sagte er. Diesem pädagogischen Anspruch werde die Schule - basierend auf der hervorragenden Ausstattung mit Instrumenten - durch diverse Vorspielmöglichkeiten und nicht zuletzt mit der Bildung eines wöchentlichen, musikalisch begleiteten Morgenkreises gerecht. Behrens hob hervor, dass der Besuch dank der Finanzierung durch den NDR für die Schule völlig kostenfrei blieb.
Während die Schüler somit bereits die Instrumente Cello und Fagott unter die Lupe genommen haben, können sie sich auf eine weitere spannende Vorführung freuen. Am Donnerstag, 26. April, wird ein professioneller Schlagzeuglehrer in Resse zu Gast sein. Dank der finanziellen Unterstützung seitens des Fördervereins werden dann auch die Erstklässler an den Vorführungen beteiligt sein.