Nachfrage nach Beratung ist sehr groß

Ganztagsschulkoordinator Gabriel Braun (l.) stellte die beiden Sozialarbeiter Anna Heinze und Martin Schröter vor, die immer freitags sozialpädagogische Beratung zu festen Zeiten anbieten. Foto: A. Wiese

Schüler verbringen mittlerweile einen Großteil ihres Tages an der Schule

Mellendorf (awi). Die Gesichter von Anna Heinze und Martin Schröter sind für die Schüler von Realschule, IGS und Gymnasium nicht neu. Seit 2011 beziehungsweise 2012 sind beide im Ganztagsschulbereich tätig und bei der Gemeinde angestellt. Doch jetzt stehen je Mitarbeiter noch drei Stunden wöchentlich für Schulsozialarbeit zur Verfügung, finanziert aus BuT-Mitteln (Bildungs- und Teilhabe-Paket). Die Fördermittel laufen allerdings 2014 aus und eine Verlängerung ist noch unklar. Ihr Beratungsangebot jeden Freitag von 9 bis 12 Uhr im Raum 1.055 im Schulzentrum richtet sich an Schüler, Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrer aller vier Schulformen: Gymnasium, Realschule, Konrad-Adenauer-Schule und IGS. Die Hauptschule hat zudem mit Julia Krettek noch eine eigene Sozialarbeiterin vor Ort. Die Ganztagsschule am Schulzentrum gibt es seit vier Jahren. Sie ist zu einer festen Anlaufstelle für Schüler, Eltern und Lehrer geworden. Um Ganztagsschulkoordinator Gabriel Braun hat sich nun das Team und das pädagogische Angebot erweitert. Der Bedarf an Angeboten im Bereich der schulbezogenen Kinder- und Jugendarbeit sei gestiegen, so Braun gestern gegenüber der Presse. Der Alltag der Schüler habe sich seit einigen Jahren immer mehr an den Ort Schule verlagert, ein Großteil des Tages werde mittlerweile hier verbracht. Damit einhergehend hätten sich auch die Anforderungen an die Institution Schule verändert und erweitert. Die Sozialarbeiter Anna Heinze und Martin Schröter unterstützen und initiieren einige dieser Angebote. Das sozialpädagogische Beratungsangebot freitags gibt es jetzt seit Anfang November und es wird insbesondere von den Schülern als fester Anlaufpunkt für schulische und außerschulische Probleme gut angenommen, berichteten Heinze, Schröter und Braun gestern. Sie fungieren selbst als Ansprechpartner für vielfältige Problemlagen, managen und koordinieren aber auch Unterstützungs- und Beratungsleistungen mit Präventionsrat, Jugendpflege, Polizei, Pestalozzi-Stiftung, Jugendamt, Jugendhilfestation, Kinderschutzbund, Familien-, Sucht-, oder Lebensberatung. Fallbesprechungen berät das Team dann anschließend gemeinsam, plant Angebote im Präventions- und Sozialtrainingsbereich. So ein Sozialtraining findet für die Klassen an Stelle von regulärem Unterricht statt, erklärte Martin Schröter. So sei es beispielsweise in einem Fall darum gegangen, das Klassengefüge zu stärken. Jungen und Mädchen hätten Probleme miteinander gehabt. Zunächst habe man ihnen in zwei Gruppen geholfen, ihre Rolle zu finden, abschließend habe es dann eine gemeinsame Veranstaltung gegeben. Dabei arbeiten die Sozialpädagogen eng mit den Lehrern zusammen. Aber natürlich gebe es zwischendurch auch Projekte ohne die Lehrer, versicherten Gabriel Braun, Anna Heinze und Martin Schröter.