Naschmarkt zieht deutlich mehr Besucher an

Mit geräucherter Entenbrust begeiserte der Hof Schönhoff die Gourmets unter den Marktbesuchern. Fotos: A. Wiese

Aktivitäten und schönes Wetter beleben den Landmarkt in Bissendorf unübersehbar

Bissendorf (awi). Wenn „Naschmarkt“ ist und es was zum Probieren gibt, ist der Landmarkt auf dem Bissendorfer Amtshof am Donnerstagnachmittag deutlich besser besucht als an „normalen“ Markttagen. Dabei spielte letzte Woche zwar auch das schöne Wetter eine Rolle, aber dass die Verköstigung der regionalen Produkte ein Anziehungspunkt für die Besucher ist, ist unübersehbar. Dabei kann man sich an den Pröbchen bestimmt nicht satt essen. Sollen sie doch vielmehr nur Appetit auf mehr machen. Und in vielen Fällen klappte das auch: „Die ist ja lecker diese Bärlauchcreme, geben Sie mir davon eine Schale mit, und wo gibt es denn die Bemmchen dazu?“, möchte die Besucherin wissen und ist ganz enttäuscht, als ihr Magdalena Hempel vom Biohof Rotermund-Hemme antwortet, dass es die Brotdelikatesse nur im Bioladen auf dem Hof in Brelingen gibt. Aber mit frischen Brötchen schmeckt die Delikatesse ja auch und die gibt es an den Bäckerständen gleich nebenan. Dann kann man auch gleich das Osterbrot probieren: in der klassischen Variante bei der Bäckerei Springhetti und die Vollwertalternative der Backstube Bundschuh. Und wer nicht vor Ort probieren möchte, bekommt von der freundlichen Dame in Springhettis Bäckerwagen auch eine Kostprobe eingepackt. Sebastian Manstein kreiert ein Naschmarkt-Crepe mit Tomaten, Mozarella und Basilikum und verteilt es unter den interessierten Besuchern. Wer es sich am frühen Nachmittag schon zutraut, der verkostet das Bier, das Sven Harder von der Burgwedeler Brauerei nach eigenem Rezept brauen lässt und die ganz Mutigen setzen noch einen Wermut am Stand von Weinhändler Martin Müsken obendrauf. Der verbindet mit dem Probeausschank dieser alkoholischen Spezialität eine besondere Absicht: Kommt der Wermut vom Weingut Ebersbach bei den Kunden an, will er ihn in sein Sortiment aufnehmen. Doch bevor er eine Entscheidung trifft, will er noch den Burgwedeler Naschmarkt am nächsten Sonnabend abwarten. Alkohol gibt es auch bei Susanne Hemme: Die Imkerei mischt Met mit Johannisbeerwein und deklariert es als Piratenblut. Jetzt weiß man auch, warum überzeugte Naschmarktkunden mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto kommen. Zum Piratenblut gibt es Honigbutter, die Susanne Hemme selber gemischt hat. Die Büffelkäsespezialitäten der Eilter Käserei überzeugen manchen, der den Mozzarella vom Wasserbüffel vorher etwas argwöhnisch beäugt hat und am Stand vom Hof Schönhof kauft der begeisterte Kunde, der zweimal von der geräucherten Entenbrust probieren durfte, gleich ein ganzes eingeschweißtes Paket. Das ist der Sinn vom Naschmarkt: Dass man probiert, ins Gespräch kommt, überzeugt ist und einige der probierten Produkte auch kauft. Im September gibt es den nächsten Naschmarkt.