Natelsheidesee überzeugt mit 1a-Wasserwerten

Was gibt es Schöneres, als bei diesen Temperaturen im Natelsheidesee zu schwimmen, zu toben und zu planschen?
 
Die Wasserqualität des Natelsheidesee wird regelmäßig überprüft, vom Gesundheitsamt und auch von Besitzerin Anja Krüger.

Das Badeparadies an der Autobahn 352 hat bei diesem Wetter Hochkonjunktur

Bissendorf-Wietze (awi). Es gibt Hitze-Gewinner und Hitze-Verlierer. Anja Krüger gehört auf jeden Fall zu den Gewinnerinnen. „Dieser Sommer reicht für vier“, strahlt die Eigentümerin des Campingplatzes und Badesees Natelsheidesee. Die Badegäste rennen ihr sprichwörtlich „die Bude ein“, verteilen sich auf dem großen Gelände und im See aber immer noch ganz gut. Begrenzt sind hingegen die Campingplätze, die Spontancampern neben den 105 Dauercampern noch zur Verfügung stehen. Denn wenn Anja Krüger auch höchst flexibel ist und Durchreisenden, die abends auftauchen und am nächs-ten Morgen wieder weg sind, auch mal Flächen auf ihrem Gelände zuweist, die eigentlich nicht zum Campen gedacht sind, musste sie jetzt auch schon mehrfach Anfragende abweisen, weil einfach nichts mehr ging.
Bei den Badegästen ist das zum Glück nicht nötig. Die Liegefläche, zu der auch die Wiese mit den Tipis gerechnet werden kann, ist so groß, dass bisher noch jeder ein Platz für sein Handtuch gefunden hat. „Und bei dem Wetter halten sie sich sowieso die meiste Zeit im See auf“, schmunzelt die Seebesitzerin. Um so mehr ärgert es sie, dass in den letzten Tagen immer wieder Badegäste zu ihr kommen und ängstlich fragen, ob denn auch keine Blaualgen im See seien, sie hätten dementsprechende Gerüchte gehört. „Das ist totaler Quatsch“, so Anja Krüger. Gerade am Montag war das Gesundheitsamt der Region wieder vor Ort, hat wie alle vier Wochen Wasserproben genommen und untersucht. Das Seewasser ist in bester Ordnung. Dabei testet die Beauftragte der Region die Wasserproben akribisch auf Blaualgen, misst ph-Wert und Temperatur. Die Ergebnisse können auf der entsprechenden Internetseite der Region eingesehen werden, betont Anja Krüger, die für diese Beprobung übrigens jedes Mal – alle vier Wochen – 140 Euro bezahlen muss. Dass die Wasserqualität des beim Bau der Autobahn entstandenen Sees so gut ist, führt sie auch auf die professionelle Entkrautung zurück, die sie mittlerweile zweimal jährlich von darauf spezialisierten Landwirten aus Stuhr bei Bremen mit einem Amphibienfahrzeug durchführen lässt. Diese Maßnahme kostet die Seebesitzerin im Jahr knapp 5.000 Euro.
„Für die Pflege eines solchen Geländes fallen nämlich auch reichlich Unkosten an“, betont Anja Krüger. Da kommt ein solcher Jahrhundertsommer für die Badesee- und Campingsplatzbetreiberin wie gerufen. Äußerst dankbar ist sie für die Unterstützung durch ihre Familie zusätzlich zu drei jungen Männern, die ihr auf 450 Euro-Basis bei den schweren Arbeiten helfen. Sehr freut es sie, dass sie mit Barbara Merkel eine Imbissbetreiberin gefunden hat, die nicht nur zuverlässig und erfahren, sondern auch hochmotiviert ist. Zehn Jahre lang hat sie den Imbiss im Hallenbad Godshorn betrieben, das seit der Eröffnung des neuen Schwimmbades in Langenhagen geschlossen ist. Am Natelsheidesee hat sich die Imbissbetreiberin mittlerweile gut eingelebt und freut sich ebenso wie Anja Krüger über den Besucheransturm. Der See ist täglich ab 9 Uhr für den Badebetrieb geöffnet, der Imbiss ab 13 Uhr.