Negenborn holt sich den Siegerpokal

Wettbewerb der Wedemärker Jugendfeuerwehren bei schönem Wetter entschieden

Mellendorf (nm). Die Mellendorfer Wehr war dieses Mal Ausrichter des Gemeindewettbewerbes der Wedemärker Jugendfeuerwehren. Neun Jugendwehren waren am Sonntag gegeneinander angetreten. In spannenden Wettkämpfen wurde die Anwendung von praxisnahen Anforderungen bewertet. Am Vormittag fanden die Staffelläufe über 400 Meter statt. Jede Staffelholzübergabe war an eine bestimmte Aufgabe ge-
koppelt. Kleine Hindernisse mussten überwunden werden, ein
C-Schlauch einfach gerollt oder die Schutzausrüstung inklusive Helm und Handschuhe musste angelegt werden, bevor mit dem Staffelholz zur nächsten Station gelaufen werden konnte. Halteleinen wurden angelegt, Strahlrohre angekuppelt und ein Rettungsleinenbeutel musste durch zwei Pfosten geworfen werden. Alles Aufgaben, die im Ernstfall schnell und sicher von der Hand gehen müssen. Hier zählte die Zeit, wer die Aufgaben am schnellsten richtig erledigte, bekam die höchste Wertung.
Im zweiten Wertungsteil ging es vor allem um das Teamwork: Die Jugendlichen der jeweiligen Wehr waren aufgeteilt in den Angriffstrupp, den Schlauch- und den Wassertrupp. Verschiedene Aufgaben waren gemeinsam zu bewältigen. Schläuche sollten von der Pumpe bis zur Ziellinie verlegt werden. Bevor die Schläuche an die Spritzen angeschlossen werden konnten, waren kniffelige Stellen, wie ein Wassergraben, eine Kletterwand und ein Kriechtunnel zu bewältigen. Dann erst konnte das Kommando „Wasser marsch!“ gegeben werden. „Bei diesem Wettbewerbsteil geht es vor allem um die richtige Ausführung der einzelnen Arbeitsabläufe, das muss im Ernstfall ja auch klappen“, so Andreas Morcinek, Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit und stellvertretender Gemeindejugendfeuerwehrwart. Die Ergebnisse wurden auf verschiedenen Bewertungsbögen festgehalten und gleich im Anschluss an die Prüfung mit den jugendlichen Teams besprochen. Somit ergaben sich nach Ende der Wettkämpfe die Punktzahlen. Sieger wurde die Negenborner Jugendfeuerwehr mit Jugendwart Philip Mertens, dahinter folgten auf Platz zwei und Platz drei die Brelinger und die Hellendorfer. Platz vier und fünf belegten die Mellendorfer und die Bissendorfer Jugendwehren. Die fünf Erstplatzierten nehmen am nächsten Wochenende am Regionalentscheid in Burgdorf teil. Alle neun Teams erhielten für ihre
Leistungen einen Pokal und ein großes Paket Weingummi, gesponsert von der Gemeinde Wedemark, die durch Editha Lorberg bei der Siegerehrung vertreten war. Für sein jahrelanges Wirken als Vorsitzender des Fördervereins der Jugendfeuerwehren wurde der ehemalige stellvertretende Gemeindebrandmeister Peter Bosse geehrt. Auch seine Frau bekam einen Blumenstrauß überreicht. Ein Dank ging an die ausrichtende Mellendorfer Wehr, insbesondere auch für das Catering an dem Tag und an den „Wettergott“, der am Wettkampftag nicht zu heißes, aber schönes Wetter beschert hatte.