„NEIN! zu Gewalt an Frauen und Mädchen“

Zeigen Flagge gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: Bürgermeister Helge Zychlinski (von links), die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Silke Steffen-Beck und Susanne Schönemeier, Erste Gemeinderätin. (Foto: Gemeinde Wedemark/E. Nagel)

Gleichstellungsbeauftragte ist jederzeit ansprechbar

Wedemark. Die Gemeinde Wedemark setzt ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen und bekennt am 25. November Flagge – im wahrsten Sinne des Wortes: „Wir sagen NEIN! zu Gewalt gegen Frauen“ lautet die deutliche Botschaft auf der Flagge, die vor dem Rathaus gehisst wird. Der 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“. Menschenrechtsorganisationen organisieren seit über 35 Jahren alljährlich zum 25. November Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen auf der Agenda stehen. Die UN-Women, ein Organ der Vereinten Nationen, setzt seit 2008 die Kamapgne „Orange the World – Färb die Welt orange“ um, mit dem Ziel, die Gewalt gegen Frauen zu beenden. Gewalt gegen Frauen ist auch heute noch ein universelles Verbrechen und hat viele Gesichter. Die Gemeinde Wedemark hisst dazu Am 25.11. die orangene Flagge vor dem Rathaus.
„Gewalt in Ehe und Partnerschaft, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung sowie Menschenhandel und Gewalt im Rahmen von Prostitution, Stalking oder Genitalverstümmelung sind immer noch allgegenwärtig“, beschreibt Silke Steffen-Beck, Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte der Wedemark. „Gewalt beginnt im Alltag mit frauenfeindlicher Sprache, Witzen und Beschimpfungen – im persönlichen Kontakt oder digital. Eine Form der Gewalt äußert sich auch darin, indem Frauen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt werden, wenn sie bestimmte Orte, Wege oder Situationen meiden müssen, um sicher zu gehen, dass sie nicht belästigt oder bedroht werden“, erläutert Steffen-Beck weiter . Hiervon seien nicht ausschließlich Frauen und Mädchen betroffen, aber dennoch deutlich überwiegend.
„Im Kontext digitaler Gewalt ist auch aufgrund aktueller Anfragen deutlich zu machen, dass beispielsweise das unaufgeforderte Versenden von Bild- und Videomaterial, mit deutlich erkennbarem Geschlechtsteil oder Handlungen im Zusammenhang eindeutig übergriffig sind und keinen Grund darstellen, dies zu bagatellisieren“, stellt die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte klar. „Ich möchte allen
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Betroffenen ausdrücklich Mut machen, jegliche Form von Übergriff, Belästigung und Gewalt nicht zu akzeptieren und die Scham, die Sie aus verständlichen Gründen möglicherweise empfinden, zu überwinden“ fordert Steffen-Beck Betroffene auf. Vertrauliche Unterstützung finden Betroffene sowohl bei der Frauen-und Mädchenberatungsstelle Ophelia e.V. vor Ort im zweiwöchigen Rhythmus im Mehrgenerationenhaus in Mellendorf, Am Gilborn 6 oder direkt in der Beratungsstelle in Langenhagen, Kastanienallee 10 als auch bei der Polizei.
Auf der Homepage der Gemeinde Wedemark sind zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten zusammengestellt und ein eigens hergestellter Flyer, der sich an verschiedene Zielgruppen wendet, steht unter anderem im Foyer des Rathauses zur Verfügung.
Rund um die Uhr erreichbar ist das bundesweite Hilfetelefon unter 08000 116 016. Es bietet auch Übersetzungen in verschiedene Sprachen und ist barrierefrei erreichbar.
Die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte Silke Steffen-Beck unterstützt im vertraulichen Gespräch und ist erreichbar unter der Nummer (0 51 30) 58 12 48 oder per email unter Silke.Steffen-Beck@Wedemark.de. Weitere Anlaufstellen und Materialien sind online verfügbar unter diesem link https://www.wedemark.de/GegenGewalt