Netzwerk für Bestandsimmobilien aufbauen

Bestandsimmobilien in der Wedemark möchte die CDU in einem Kataster auflisten und Kaufinteressenten an die Hand geben. Was er unter Bestandsimmobilien versteht, erläutert Ausschussvorsitzender Holger Bleich (l.) an diesem Bissendorfer Beispiel dem CDU-Bürgermeisterkandidaten Dirk Hallmann. Foto: A. Wiese

CDU freut sich, dass ihr Ergänzungsantrag den Fachausschuss einstimmig passiert

Wedemark (awi). Der Ausschuss für Planen und Bauen hatte am letzten Donnerstag eine relativ kurze, aber knackige Tagesordnung. Entscheidend: Alle Punkte passierten den Fachausschuss einstimmig, auch der Antrag der SPD-Fraktion zum Zuzugsmarketing und der Ergänzungsantrag der CDU hierzu zur Förderung von Bestandsimmobilien.
Einvernehmlich segneten alle politischen Vertreter im Ausschuss den Bebauungsplan Farnkamp Süd in Elze ab, der Edeka die Möglichkeit eröffnet, hier einen großen, modernen Markt zu bauen. Edeka soll jedoch verpflichtet werden, eine Abbiegespur auf der Landesstraße zu bauen, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten. Gekoppelt werden soll diese Maßnahme mit einer Geschwindigkeitsreduzierung. Ebenso einvernehmlich beschlossen wurde die Einbeziehungs- und Klarstellungssatzung Alte Zollstraße in Abbensen, die die Erschließung von drei bis vier Baugrundstücken im Kurvenbereich der Ortsdurchfahrt ermöglicht. Und auch die Flächennutzungsplanänderung zum Bodenabbau am Kickersberg in Mellendorf ging einstimmig durch. Den Anwohnern kommt man entgegen, indem eine Fläche mehr als vorgesehen Abstand zur Bebauung eingehalten werde, erklärte Ausschussvorsitzender Holger Bleich. Die CDU habe außerdem Wert darauf gelegt, das Höhenprofil des Kickersberges zu erhalten. Auch das sei jetzt gegeben. Mit ihrem Antrag zum Zuzugsmarketing bezweckt die SPD, mehr junge Familie in die Wedemark zu holen, um die Infrastruktur langfristig sichern zu können. Hier stimmte die CDU bereitwillig zu und freute sich im Gegenzug über die Zustimmung der Ratsmehrheit zu ihrem Ergänzungsantrag. Denn mit ihm möchte die CDU den Stellenwert von Bestandsimmobilien verstärken. Dazu soll ein Netzwerk initiiert werden, das kaufwilligen Interessenten einer Bestandsimmobilie die Bewertung der Bausubstanz und energetischer Maßnahmen im Rahmen einer Sanierung/Renovierung erleichtert. Dazu sollten möglichst viele Akteure wie Handwerker, Immobilienmakler, Gutachter und andere zusammengeführt werden. „Wir möchten zudem ein Kataster bei der Gemeinde oder einem Immobilienmakler anlegen lassen, in dem die Bestands-immobilien festgehalten werden, für die bereits ein Wertgutachten oder auch ein Energie- oder Zustandsgutachten vorliegt“, erläuterte Holger Bleich und meint: „Aus unserer Sicht ziehen viele Bauwillige einen Neubau vor, da die Kosten transparenter sind und keine Unsicherheiten bei der Renovierung auftreten. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird der Weiterverkauf von Bestandsimmobilien aber zunehmen. Daher sollen diese an Attraktivität für Zuzugswillige gwinnen.“