Neue Grabstätte bietet Platz für 36 Urnen

Die neue Stelenwand mit ihren halbkreisförmig angeordneten Einzelstelen und der zentral davorstehenden Blumenablage soll bis zum Jahresende fertiggestellt sein. Foto: B. Stache

Gemeindeverwaltung stellt Stelenwand auf Resser Friedhof vor

Resse (st). Zu einem ersten Pressetermin zur Vorstellung der Stelenwand auf dem Resser Friedhof hatte die Gemeindverwaltung am Dienstagnachmittag eingeladen. Daniel Diedrich und Thomas Warneke von der Wedemärker Verwaltung erläuterten den Baufortschritt der neuen Bestattungsanlage. Sie besteht aus fünf halbkreisförmig angeordneten Einzelstelen und einer zentral davor stehenden Blumenablage. Zwei Fundamente zur Aufnahme weiterer Stelen sind bereit gegossen: Sie werden bei Bedarf aufgestellt, heißt es seitens der Verwaltung. Die unterschiedlich hohen Stelen sind aus Edelsplittbeton gefertigt und verfügen insgesamt über 18 Urnenfächer, sogenannte Doppelwahlgräber, in denen je zwei Urnen Platz finden. „Die Stelenwand kostet einschließlich Montage 17 000 Euro“, erklärte Thomas Warneke. Ein Doppelwahlgrab, das mit einer Granitplatte und einem speziellen Mechanismus verschlossen wird, kostet für die Nutzung von 25 Jahren 1800 Euro, so der Verwaltungsmitarbeiter. Die würdige Ruhestätte neben der Friedhofskapelle soll Ende des Jahres fertiggestellt sein. „Wenn das Wetter mitspielt“, bestätigt Dirk Warnecke, dessen Firma Garten- und Landschaftsbau aus Wennebostel die noch verbleibenden Arbeiten ausführt. „Der Platz vor der Stelenwand wird mit Natursteinpflaster aus Granit gestaltet, dahinter kommen Granitpalisaden zur Hangabstützung“, erläuterte Dirk Warnecke. Die Granitplatten vor den Doppelwahlgräbern sollen später einheitliche Schriftzüge aus Bronze tragen, heißt es aus der Verwaltung. Die Anordnung der einzelnen Urnenstelen zum schon jetzt optisch ansprechenden Gesamtarrangement hatten Tilo Frietsch und Martin Kull, zwei im Stelenbau erfahrene Mitarbeiter der Firma Kronimus AG Betonsteinwerke aus Iffezheim am Oberrhein bei Rastatt, vorgenommen. Angesichts immer knapper und teurer werdender Friedhofsflächen sowie dem stetig steigenden Anteil an Feuerbestattungen sind Urnensysteme eine ideale Ergänzung zu konventionellen Urnen-Erdgräbern. Geringster Platzbedarf, ansprechende, würdevolle Optik und nur geringer Pflegeaufwand kommen dem Interesse von Friedhofsbetreibern und Angehörigen gleichermaßen entgegen. In großen Ballungsgebieten, wie beispielsweise in Stuttgart, sind Urnenstelen schon weit verbreitet.