Neue Herbstausstellung

St. Michaelis zeigt Peter Asendorf und Peter Greve

Bissendorf (kg). Am Dienstag eröffnete die St. Michaelis-Kirche in Bissendorf um 19 Uhr ihre Herbstausstellung mit Werken des Metallgestalters Peter Asendorf und des Bildhauers und Malers Peter Greve. Trotz Terminänderung war die Ausstellung gut besucht. Eingeläutet wurde die Verantstaltung von der Kantorei Bissendorf, die eigentlich an diesem Tag ihren Übungsabend gehabt hätten. Es folgte die Vorstellung der Künstler. Peter Asendorf half in den 80er Jahren der Kirche bereits dabei, eine Taufleuchte zu entwickeln und erarbeitete unter anderem auch Kerzenleuchter. Die Werke des 1983 verstorbenen Peter Greve werden von seinem Sohn Henning Greve verwaltet und für die Ausstellung ausgeliehen. Er freue sich sehr, die Hinterlassenschaften seines Vaters zu repräsentieren und damit auch sein Leben darzustellen, erklärte Henning Greve. Die Besucher bekamen einen kleinen Einblick in das Leben von Peter Greve, der in seinen jungen Jahren eher emotional und konservativ malte, so wie er es von seinem Vater, der auch Maler war, kannte. Erst nachdem er zu Beginn des Krieges eine Ausstellung der „entarteten Kunst“ besuchte, entdeckte er die Faszination der abstrakten Kunst und begann nach Ende des Krieges, sich dieser Variante zu widmen. Zudem entwarf Greve die Jesus- Skulptur, die die St. Michaelis-Kirche schmückt und beim Betreten sofort ins Auge fällt. Die Bedeutung des Lichtes spielt eine prägende Rolle in der Ausstellung. Bevor die Elektrizität erfunden wurde, diente das Licht beziehungsweise die Kerzen zum Spenden von Helligkeit. Heutzutage benötigt man sie nicht mehr dazu, sondern sie verbreiten Wärme und lassen einen zur Ruhe kommen. Wie auch in der Bibel steht, gilt das Licht als lebensbejahend, verleiht das Gefühl der Geborgenheit und vertreibt die Dunkelheit. Nachdem die Kantorei noch weitere Lieder vorgetragen hatte, wurde die Kirche so weit es ging erhellt, damit die Besucher die Bilder richtig betrachten konnten. Der Eintritt ist frei. Zu sehen ist die Ausstellung sonnabends von 15 bis 17 Uhr sowie sonntags von 10.30 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr.