Neue Krippe an St.-Georgs-Kirche

Christa Bogenschütz (rechts), Ingrid Wordelmann und Heiner Peterburs haben es sich zum Ziel gesetzt, allen Wedemärker Eltern qualitativ hochwertige Plätze zur Kinderbetreuung anbieten zu können. Foto: S. Birkner

SPD baut Betreuungsangebot weiter aus

Mellendorf (sb). Obwohl die SPD-Fraktion in der Wedemark in den letzten Jahren bereits dafür gesorgt hat, dass die gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl an Plätzen zur Kinderbetreuung in der Gemeinde weit überschritten wurde, sollen auch in den kommenden Monaten weitere Hort- und Kitaplätze entstehen. Wie Gemeinderatsmitglied Heiner Peterburs vergangene Woche im Rahmen einer Pressekoferenz mitteilte, gebe es in der Wedemark derzeit zusammen mehr als 1600 Plätze zur Betreuung von Kindern im Vorschul- und Hortalter. Er rechtfertigte die Investitionen der vergangenen Jahre mit der Familienfreundlichkeit als Standortfaktor besonders für junge Menschen. „Vergleichbare Entwicklungs- und Bildungschancen für alle sind nach unserer Auffassung die Basis für ein gleichberechtigtes Leben“, sagte er.
Zu den 1600 Betreuungsplätzen gehören 105 Krippenplätze, die den Bedarf allerdings bei Weitem nicht decken. Es müssten sofort weitere 50 Plätze im Krippenbereich entstehen. Die Hälfte dieser Fälle sind so genannte Dringlichkeitsfälle, in denen die Betreuung beispielsweise aufgrund der Berufssituation der Eltern unbedingt benötigt wird. Ab dem 1. Oktober soll dafür eine neu geschaffene Krippe im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Mellendorf mit einer Kapazität von 15 Plätzen ihren Betrieb aufnehmen.
Die 304 vorhandenen Hortplätze werden ab dem 1. August auf eine Kapazität von 346 aufgestockt. An der Mellendorfer Grundschule wird dafür zum Beispiel zusätzlich eine Betreuungsgruppe für 20 Kinder eingerichtet. Eine vergleichbare Verbesserung des Betreuungsangebots wird auch an der Bissendorfer Grundschule vorgenommen, sodass dort ab August 100 Kinder im Hort untergebracht werden können.
Im Bereich der Kindergartenbetreuung sieht die SPD keinen wachsenden Bedarf an Plätzen mehr, erkennt allerdings, dass sich die Bedürfnisse der Eltern hinsichtlich der Betreuungszeiten verändern. „Zum Beispiel im Henstorf-Kindergarten werden deshalb zehn neue Ganztagsplätze geschaffen“, erklärte Peterburs.