Neue Krippe wird Vorzeigeobjekt

SPD-Fraktion und Verwaltung sahen sich am Montag gemeinsam den Baufortschritt an der Krippe im Haus am Teich an. Tim Arndt-Sinner (2. v.r. ) von den Kinderfreunden führte die Gäste herum. Foto: A. Wiese

Bauvorhaben wird zwar teurer als geplant, dafür aber auch energetisch absolut topp

Mellendorf (awi). Der Krippenneubau im Haus am Teich wird ein absolutes Vorzeigeobjekt: Geheizt wird über eine Wärmepumpe, die über zwei Sonden mit Erdwärme gespeist wird. Bis 30 Grad kann die Fußbodenheizung im Anbau an das Altgebäude auf diese Weise erreichen, erklärt Susanne Bischoff vom Fachbereich Bauen der Gemeinde Wedemark den SPD-Politikern der Ratsfraktion, die um eine Besichtigung des Baus gebeten hatten, um sich ein Bild vom Sachstand machen zu können. Eine Photovoltaik-Anlage soll auch noch installiert werden, damit das Gebäude energetisch praktisch autark ist. Damit die Investitionskosten dafür nicht auch noch bei der Gemeinde hängen bleiben, würden gerade Gespräch zwischen Gemeindewerken und EON Avacon bezüglich eines sogenannten Leuchtturmprojektes geführt, berichteten Susanne Bischoff und Bauleiterin Gunhild Niggemeyer. Es sollen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Investoren mit ins Boot zu holen, da der Bau mit 730.000 Euro ohnehin schon wesentlich teurer als die im Haushalt veranschlagten 585.000 Euro werde. Die Mehrkosten resultierten vor allem aus der schlechten Bausubstanz des Altbaus, erklärte Bischoff. Sie informierte die Politiker auch darüber, dass die Zweiraumwohnung im Dachgeschoss des Altbaus nach Fertigstellung doch erst einmal nicht fremd vermietet, sondern für Asylbewerber genutzt werde. Die Gemeinde könne nicht überall nach Wohnraum fragen und ihren eigenen nicht zur Verfügung stellen.
Für den Verein der Kinderfreunde ist jedenfalls der Schlussspurt erreicht: Eine Gruppe ist im Oktober eingezogen. Tim Arndt-Sinner von den Kinderfreunden wartet jetzt dringend darauf, auch mit der zweiten Gruppe vom Haus am Sande in die neuen Räume übersiedeln zu können. Bisher hat sich der Umzugstermin mehrfach verschoben, aber der 15. Dezember soll jetzt fix sein, so Arndt-Sinner. Was dann noch fehlt, ist das Außengelände. Zurzeit haben die Kinder einen kleinen Bereich mit Sandkiste und Schaukel, abgetrennt mit einem Bauzaun. Der Teil des Grundstücks, in dem eigentlich der Demenzgarten entstehen sollte, soll jetzt voraussichtlich als Baugrundstück veräußert werden. Noch nicht abschließend geklärt ist, wo der Wanderweg, der vom See kommt, über das Grundstück geführt wird.