Neue Krippengruppe im Haus am Sande

Diese Aufnahme entstand im März 2013: Die Jugendkunstschule verschönte die Wände im Haus am Sande, damit die Kinderfreunde mit ihrer Krippe einziehen können. Das Provisorium sollte bis nach den Sommerferien 2013 dauern und zog sich dann bis zum Oktober hin. Danach sollte eigentlich die JuKu die Räume Am Sande beziehen. Doch diese Pläne muss Bernd Tschirch erst mal wieder auf Eis legen. Ob die Juku überhaupt dort oder ganz woanders untergebracht wird, wird in den nächstne Wochen Thema sein. Archivfoto: awi

Familienzentrum muss warten – Kinderfreunde richten drei neue Gruppen ein

Mellendorf (awi). Kein Familienzentrum im Haus am Sande in nächster Zeit – dafür zieht dort am 1. August wieder eine Krippengruppe der Kinderfreunde ein. Bereits von März bis Oktober 2013 betrieben die Kinderfreunde dort ihre Krippe, bis der Um- und Neubau im Haus am Teich fertig war. Jetzt haben sie sich bereit erklärt, eine weitere Gruppe im Haus am Sande für zunächst ein Jahr unterzubringen. Zusätzlich werden die Kinderfreunde ab 1. August zwei Kindergartengruppen im Gebäude der Berthold-Otto-Schule betreiben – eine Ganztags- und 3/4-Tagesgruppe. Zusätzliche Erzieherinnen sind bereits eingestellt, am Dienstag nächster Woche kommen die Möbel, am Mittwoch sollen die neuen Räume fertig eingerichtet sein.
Für die beiden Kindergartengruppen im Erdgeschoss der Berthold-Otto-Schule, die Raumkapazitäten frei hatte, seit sie keine erste Klasse mehr einschult, seien nur wenige Umbauten notwendig gewesen, erklärte Bürgermeister Helge Zychlinski im Gespräch mit dem ECHO. Auch hier ist die Unterbringung der Kindergartengruppen zunächst nur für ein Jahr geplant. Die Krippengruppe habe man im Haus am Sande untergebracht, weil es hierfür schon einmal eine Betriebserlaubnis für eine Übergangslösung gegeben habe. Baurechtliche Schwierigkeiten mit Nachbarn hätten außerdem den geplanten Umbau zum Familienzentrum, in dem unter anderem auch die Jugendkunstschule einziehen sollte, verzögert und würde dies möglicherweise sogar ganz verhindern, räumte Zych-
linski ein. Die Verwaltung werde Schulter an Schulter mit der Politik in den nächsten Wochen intensiv nach Lösungen suchen: für die langfristige Unterbringung der Krippen- und Kindergartengruppen ebenso wie für die bisherigen Nutzer des Hauses am Sande wie DRK und diverse Selbsthilfegruppen, die noch nicht wissen, wo sie sich ab 1. August treffen können.
Wir sind sehr bemüht, Räumlichkeiten für die bisherigen Nutzer des Hauses am Sande zu finden“, versichert Heiner Peterburs, sozialpolitischer Sprecher der SPD, der auch bisher die Verhandlungen mit den Nutzern geführt hat. Elke Fritzenwalder vom DRK versteht zwar, dass die Gemeinde ihre gesetzliche Pflicht erfüllen muss, Krippenplätze zu stellen, hat aber kein Verständnis dafür, dass deshalb das DRK, das seit 40 Jahren einmal wöchentlich Senioren bei Spiel und einer Tasse Kaffee betreut, schon wieder umziehen soll. „Erst mussten wir das Haus am Teich verlassen und jetzt schon wieder ein Rausschmiss“, ärgert sich Elke Fritzenwalder im Namen des DRK. Und sie weiß, dass es den anderen Gruppen genauso geht. Noch weiß sie nicht, welche Alternativen die Gemeinde anbieten wird, aber die Jugendhalle käme für das DRK zum Beispiel nicht in Frage, so Fritzenwalder bereits im Vorfeld. Auch Bürgermeister
Zychlinski versichert, ebenso wie Heiner Peterburs großes Interesse an einer adäquaten Unterbringung der bisherigen Nutzergruppen des Haus am Sande zu haben. Die Verwaltung sei dabei, Angebote zu prüfen. Die Krippe hat nun mal Vorrang“, so Zychlinski. Er ist aber sicher, dass im Zuge der Gesamtdiskussion um die Zukunft von Hauptschul- und Förderschulgebäude, Jugendkunstschule, Büchereineubau und Haus am Sande für alle Beteiligten passende Lösungen gefunden werden könnten. Für die Krippe wird unter anderem geprüft, ob ein Neubau auf dem Grundstück neben dem Haus am Teich eine Lösung sein könnte.