Neuer Pastor beauftragt

Superintendent Michael Hagen (Zweiter von rechts) bei der Beauftragung von Pastor Jens Rake (links) in der Helstorfer Kirche. Foto: B. Stache
 
Superintendent Michael Hagen (rechts) bei der Beauftragung von Pastor Jens Rake (links) in der Helstorfer Kirche. Foto: B. Stache

Jens Rake wird in der Kirchengemeinde Helstorf willkommen geheißen

Helstorf (st). Pastor Jens Rake hatte im vergangenen Jahr mit einer halben Stelle die seelsorgerischen Aufgaben in der Kirchen- und Kapellengemeinde Helstorf übernommen. Unterstützt wurde er bei seiner Arbeit von Pastor Jan Mondorf aus Basse. Am Sonntag nun nahm Superintendent Michael Hagen die „Beauftragung“ des 57-jährigen Jens Rake vor – als neuer Pastor der Kirchen- und Kapellengemeinde Helstorf/Abbensen. Die Beauftragung war in einen gut besuchten Festgottesdienst eingebunden, mit Jan Katzschke an der Orgel und dem Posaunenchor Helstorf unter Leitung von Olaf Metterhausen. „Heute feiern wir gemeinsam diesen kirchlichen Akt mit vielen Pastoren aus der Umgebung“, erklärte Kirchenvorstandsvorsitzender Werner Rump zur Einführung. „Wir wollen in diesem Gottesdienst Pastor Jens Rake mit der Versehung der Pfarrstelle der Kirchengemeinde Helstorf und ihrer Kapellengemeinde Abbensen beauftragen“, führte Superintendent Michael Hagen in seiner Ansprache aus. Er gab einen kurzen Überblick über den Lebensweg des neuen Helstorfer Pastors, der in Hamburg geboren wurde. „Einmal Pastor zu werden, das war Ihnen gewiss nicht in die Wiege gelegt. Sie sind, wie Sie es so nett sagten, von Haus aus nicht kirchlich sozialisiert. Einen Zugang zu Glaube und Kirche bekamen Sie erst durch einen guten Religionsunterricht“, formulierte es der Superintendent. Nach seinem Abitur in Plön studierte Jens Rake unter anderem Theologie für das Lehramt. Es folgten ein reines Theologiestudium in Kiel, Göttingen und Tübingen sowie weitere acht Jahre an der Universität. 1999 begann er sein Vikariat an der damaligen Nordelbischen Landeskirche, 2002 übernahm er eine Pfarrstelle in Geesthacht. „Vier Jahre später aber ließen Sie sich von Ihrer Landeskirche beurlauben und gingen gemeinsam mit Ihrer Frau – mit Zwischenstation in Wolfenbüttel – 2008 nach Berlin“, erinnerte Superintendent Michael Hagen. In Berlin habe sich Jens Rake vermehrt um seine Familie gekümmert, sei aber auch als Pastor, quasi im Nebenjob, aktiv geblieben. 2015 kam er in die Region Hannover und arbeitete an der IGS in Wunstorf. Seit zwei Jahren lebt Jens Rake, Vater einer Tochter, mit seiner Familie in Laderholz im Neustädter Land. Bedingt durch seinen Werdegang erlebe Pastor Jens Rake auch heute noch vieles in Gemeinde und Kirche mit dem Blick von außen. „Viele Fragen und Schwierigkeiten, die Menschen heutzutage mit Glauben und Kirche haben, die können Sie gut nachvollziehen“, sagte der Superintendent. Jens Rake gelinge es immer wieder, die richtigen, passenden Worte zu finden, um auch Menschen, die der Kirche nicht so verbunden sind, verständlich zu machen, worum es im christlichen Glauben gehe. Als Bibelwort für seine Beauftragung hatte Pastor Jens Rake folgenden Text gewählt: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmut und Ehrfurcht, und habt ein gutes Gewissen.“ In seiner Rede an die Gemeinde sprach der neue Pastor über das Erscheinungsbild eines Menschen, den ersten Eindruck und schlug den Bogen zum ersten Auftreten von Jesus. Er beschrieb ausführlich dessen erste Begegnung mit Johannes dem Täufer. Jens Rake ging auch auf Schicksalsschläge ein, die zu unserem Menschenlos zählten und schloss mit dem Bibelwort des Matthäus: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Nach dem Gottesdienst hielt Ortsbürgermeisterin Silvia Luft auch im Namen des Ortsrates und der Vereine ein Grußwort. In ihrer humorvollen Rede in Anlehnung an das Volkslied „Dem Herrn Pastor sin Kauh“ erinnerte sie Jens Rake daran, dass von nun an die ganze Gemeinde an seinem Leben teilnimmt und jeden seiner Schritte kommentiert. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie Freude, Zufriedenheit und Erfüllung als Pastor unserer Gemeinde finden“, gab Silvia Luft ihm mit auf den Weg. Es schloss sich der Neujahrsempfang im benachbarten Gemeindehaus an.