Neues Zuhause für Drei-Dörfer-Treff

Die sechs Damen vom SAZ Elke Steinmetz aus Berkhof, Petra Stahl aus Plumhof, Marion Brüggemann-Behnke aus Scherenbostel, Gabriela Janßen aus Hannover, Melanie Grambow aus Bissendorf und Sabine Böker aus Bissendorf mit Ortsbürgermeister Gerd Dolle vor dem SAZ Am Husalsberg 7a. Foto: A. Wiese
 
Das SAZ-Team in trauter Runde am großen Tisch im neuen Seminarraum. Foto: A. Wiese

SeminarAktionsZentrum (SAZ) als neuer kultureller Treffpunkt

Scherenbostel (awi). Ein neues Zuhause für den Drei-Dörfer-Treff, ein neuer kultureller Treffpunkt für die Wedemark, ein attraktives Seminarprogramm und ein Raum, den jeder mieten kann - für all das steht SAZ, das neue SeminarAktionsZentrum Wedemark am Husalsberg 7a. Hinter dem SAZ stehen sechs aktive Frauen: Sabine Böker aus Bissendorf, Marion Brüggemann-Behnke aus Scherenbostel, Petra Stahl aus Plumhof, Elke Steinmetz aus Berkhof, Gabriela Janßen aus Hannover und Melanie Grambow aus Bissendorf. Nur eine der Frauen kommt selbst aus Scherenbostel und deshalb ist es auch nachvollziehbar, dass das SAZ, in dem die Aktivitäten des Drei-Dörfer-Treffs fortgeführt werden sollen, zwar ein Anlaufpunkt für alle Scherenbosteler sein soll, aber natürlich auch für alle anderen Interessierten - aus der ganzen Wedemark und darüber hinaus.
Ein großer heller Raum, mit nur wenigen Möbeln, aber dennoch sehr ansprechend ausgestattet empfängt den Eintretenden. Das Haus Husalsberg Nummer 7 gehört der Familie Rodenbostel und liegt direkt an der Straße von der Scherenbosteler Kreuzung nach Bissendorf. Links vom SAZ gibt es Naturheilpraxen, unter anderem die von Petra Stahl, rechts liegt das Geschäft von Guido Dreßen. Als der große Raum in der Mitte frei wurde, zu dem eine Teeküche und sanitäre Anlagen sowie ein Abstellraum gehören, und dies durch einen Aushang im Fenster publik wurde, standen unabhängig voneinander gleich mehrere Frauen auf der Matte, die Ideen hatten, wie man diesen Raum mit Leben füllen könnte. Sie kamen miteinander ins Gespräch, tauschten sich aus und stellten fest: "Eigentlich sind wir gar nicht so weit voneinander entfernt. Wir sollten uns zusammen tun." Nandy Rodenbostel war von der Idee ebenfalls sehr angetan, insbesondere, weil auf Initiative von Marion Brüggemann-Behnke auch der Drei-Dörfer-Treff mit im Boot sein würde. Der kann bekanntlich auf unbestimmte Zeit nicht auf seine angestammten Räumlichkeiten in der alten Schule zurückgreifen, weil die Gemeinde diese als eine Notunterkunft für Flüchtlinge vorhält. Wie es sich seit Jahren bewährt hat, soll das Drei-Dörfer-Treff-Programm jeweils an den Donnerstagen mit Doppelkopf, Vorträgen und Dia-Shows schwerpunktmäßig in den dunklen Wintermonaten Abwechslung in den Scherenbosteler Dorfalltag bringen. Im Frühjahr und Sommer ruht der Drei-Dörfer-Treff eigentlich. Aber weil Ausnahmen bekanntlich die Regel bestätigen, weiht Gaby Monden das neue Zuhause des Drei-Dörfer-Treffs am Donnerstag, 28. Mai, mit ihrem Bildervortrag "Thailands Norden und ein wenig Süden" ein. Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr und wie immer ist der Eintritt frei, aber es geht eine Spendendose rum. In dem Vortrag geht es um die Gegensätze Thailands, die quirlige, kulturreiche Stadt Bangkok, aber auch die Berge des Nordens mit seiner vielfältigen Natur und den unterschiedlichen Stämmen, River Kwai, Chiang Mai und das Goldene Dreieck. Am Ende geht die Reise in den Süden mit seinem glasklaren Wasser, den weiten Stränden und den fantastischen Felsformationen.
Doch diese bekannten Aktionen des Drei-Dörfer-Treffs sollen nur ein Bruchteil dessen sein, was den SAZ ausmachen wird. Vorträge, Seminare und Kurse, Beratungen und Coachings zu den verschiedensten Themen, die das Leben bereichern, sind in Planung, außerdem Ferienpassaktionen für Jugendliche. Vor allem aber soll das SAZ all jenen zur Verfügung stehen, die in der Wedemark bisher vergeblich nach einem zu mietenden Seminarraum zu guten Konditionen gesucht haben. Die Geschäftsstelle des SAZ, in der sich Interessierte melden können, wird von Sabine Böker betreut. Sie ist unter Telefon (0 51 30) 58 42 44 oder E-Mail saz.wedemark@web.de, im facebook unter SAZ erreichbar. Ein Programm mit den bisher geplanten Aktivitäten der nächsten drei Monate gibt es bereits. Im Mai steht außer dem genannten Vortrag am 27. Mai von 19.30 bis 21 Uhr eine Meditation an. Diese Seminare und auch Gesprächskreise sind kostenpflichtig. Regelmäßig soll meditiert werden, eine Frauengruppe wird ins Leben gerufen (Einführungsabend ist am 15. Juni ab 19.30 Uhr), es wird einen Gesprächskreis für Eltern hochbegabter Kinder geben und eine Einführung in das Enneagramm. Offizielle Eröffnung des SAZ ist am Freitag, 19. Juni, ab 16 Uhr. Alle Interessierten sind zu Sekt und Selters herzlich eingeladen.
Als Ferienpassaktion für die Jugendlichen hat sich Sabine Böker einen dreitägigen Schau-Spiel-Spaß (Kosten 37,50 Euro) für Zwölf- bis 16-Jährige einfallen lassen. Der Kurs ist vom 27. bis 29. Juli geplant. Einen Doppelkopfanfängerkurs für Jugendliche soll es an mehreren Tagen im August geben und auch das bei Jugendlichen bekannte und beliebte Spiel Werwölfe im Dorf möchte Sabine Böker im August im Rahmen des Ferienpasses anbieten.
Ortsbürgermeister Gerd Dolle ist begeistert von den Möglichkeiten, die sich plötzlich für Scherenbostel erschließen und schloss auch eine Förderung aus Ortsratsmitteln - auf dem Wege des bekannten Antragsverfahrens - nicht aus. Zwar müssten sich die Scherenbosteler umgewöhnen, aber die Veranstaltungen im Drei-Dörfer-Treff seien immer gut angenommen gewesen, macht sich Dolle Hoffnung darauf, dass es auch am neuen Standort gut laufen wird. Es werde durchaus nicht nur um Gesundheitsthemen gehen, versichern die sechs Frauen, die die Fäden ziehen. Computerseminare für Senioren schweben ihnen ebenso vor wie Intuitionsabende, Selbsthilfegruppen und Gesprächskreise zu den verschiedensten Themen. Mittelfristig soll das SAZ als Verein eingetragen werden. Kontakt aufgenommen haben die Frauen schon mit dem Bündnis für Familie und beteiligen sich in diesem Rahmen auch am Großraumentdeckertag am 13. September auf dem Gelände des Jugend-Gästehauses in Gailhof. Jetzt sind die Initiatorinnen, die zurzeit die Miete für den Raum aus eigener Tasche bestreiten, erst einmal ganz gespannt, wieviele Anfragen kommen, um den Raum zu mieten, und natürlich von wem und wie die Wedemärker Bevölkerung überhaupt auf dieses neue kulturelle Angebot reagieren wird.