Neujahreskonzert mit Gong

Peter Heeren in der Brelinger St. Martini Kirche vor seinen Gongs, die mit viel Gefühl gespielt werden. Foto: E. Rodenbostel

Eimal etwas ganz anderes in der Brelinger St. Martini Kirche

Brelingen (er). Peter Heeren spielt seit 20 Jahren Gongkonzerte. Begonnen hat er mit vier Gongs, inzwischen sind sie größer und zahlreicher geworden. Der gelernte Kirchenmusiker, Kantor und Komponist hat zu jedem Gong eine Geschichte und gut, dass er Rolf Nitsch, einen renomierten Gongbauer im Nachbarort gefunden hat. So können Bestellungen auf kurzem Wege individuell ausgeführt werden. Den 120 cm im Durchmesser großen Titan Gong hat ihm Martin Bläse gefertigt. Durch das Titan, beziehungsweise die Hexagonale Struktur des Metalls ertönt der tiefe Klang. Peter Heeren erklärte zu Beginn des gut besuchten Neujahrskonzertes in der Brelinger Kirche, dass die Frequenz der Erde und deren Schwingungen in den Tönen der Gongmusik hörbar gemacht wird. Dazu gab es Beschreibungen zu den Symbolen auf den Gongs und die Obertöne, die die Klangfarbe ausmachen und ein Vielfaches vom Grundton sind.
Er spielt eigene Kompositionen und die von Lisa Bazelaire mit viel Gefühl und entlockt den ältesten und mächtigsten Instrumenten der Erde einfühlsam mächtige Töne. Der Zuhörer gibt sich ganz den Klängen hin und lässt sich darauf ein. Schnelligkeit oder klare Töne sind hier nicht zu hören, es ist ein „ in der Stille warten“ auf die nächsten Töne, die sich aufbauen oder abflauen, anschwellen oder leise werden. Nach der Pause kamen Gegenstände zum Einsatz, die dem Gong noch einmal andere Töne entlockten.
So ergaben Reibungen „Walartige Gesänge“ oder der Einsatz eines Geigenbogens auf dem Rand eines TamTam Gongs sorgte für hohe, metallische Töne. Besonders eindrucksvoll war das letzte Stück, das auf den drei Fen Gongs gespielt wurde und durch Sprechgesang unterstützt, zu einem Höhepunkt der Töne anschwoll.
Peter Heeren kann den Gong laut und leise spielen und seine Achtung vor dem Instrument und eine Haltung von innerer Demut und Meditation waren spürbar, die das Gongkonzert eindrucksvoll erleben ließen.