Neujahrsempfang des Grünen Ortsverbands

Ludwig Uphues (links) und Stefan Wenzel beim Neujahrsempfang der Wedemärker Grünen im Bürgerhaus in Bissendorf. Foto: B. Stache
 
Stefan Wenzel (rechts) bei seiner Laudatio im Bürgerhaus in Bissendorf. Foto: B. Stache

MdL Stefan Wenzel würdigt langjährige Verdienste von Ludwig Uphues

Bissendorf (st). Ludwig Uphues, seit 1992 Mitglied der Wedemärker Grünen, konnte im Dezember seinen achtzigsten Geburtstag feiern. Beim Neujahrsempfang der Grünen am Freitagabend im Bürgerhaus in Bissendorf würdigte Stefan Wenzel die Leistungen des engagierten Natur- und Umweltschützers. „Im Zusammenhang mit der Geschichte des Leitprojekts Hannoversche Moorgeest sind wir beide uns vielfach begegnet – Ludwig als engagierter Sprecher des Arbeitskreises Hannoversche Moorgeest und ich zunächst als Landtagsabgeordneter, ab 2013 dann als Niedersächsischer Umweltminister“, ließ Wenzel, der in Resse aufgewachsen ist, die mehr als 60 Gäste in seiner Laudatio wissen. „Schon in deiner Jugend bist du durch alte Wälder und Moore am Teutoburger Wald gestapft und hast dort unmittelbar erlebt, was später den Antrieb für deinen Einsatz gebildet hat, nämlich die Freude an unberührter, an intakter Natur, den Blick auf die Pflanzen, auf die Tiere und das Zusammenspiel in der Natur bei Wind und Wetter, bei Nacht und bei Tag“, beschrieb der Grünen-Politiker Stefan Wenzel seinen langjährigen Wegbegleiter Uphues, der als ausgebildeter Vermessungsingenieur 1966 nach Hannover ging. 1974 trat er dem NABU Burgwedel und Isernhagen bei, wo er die Arbeitsgruppe Eulen gründete, die sich in den Fuhrberger Wäldern auf einer Fläche von 200 Quadratkilometern mit dem Schutz und der Untersuchung einer Population (Monitoring) des Rauhfußkauzes beschäftigte. „Bis 2004 hat Ludwig als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Instituts für Vogelforschung insgesamt 604 Bruten festgestellt und hat 1302 Jungvögel und ungezählte Altvögel eingefangen und beringt“, zählte Stefan Wenzel voller Anerkennung auf. Er dankte auch allen Mitstreitern von Ludwig Uphues für ihr Engagement, beispielsweise beim Aufhängen von 400 Nisthilfen in den Fuhrberger Forsten. Von 1987 bis 1990 arbeitete Uphues als Mitarbeiter in der Grundsatzabteilung des Niedersächsischen Umweltministeriums. Dort wirkte er unter anderem am Pilotprojekt Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) in Niedersachsen mit, das später dauerhaft installiert wurde. „Das FÖJ ist mittlerweile eine Institution. Wir haben jedes Jahr im Umweltministerium 330 junge Menschen, die sich für ein Jahr freiwillig engagieren“, berichtete Stefan Wenzel. Ludwig Uphues habe sich vor langer Zeit auch schon dem Thema Agrarlandschaften zugewandt und sei der Frage nachgegangen, wie man Wegraine wiederentdecken und Gewässerstreifen naturnah entwickeln kann. Der Laudator erinnerte auch an das Mitwirken von Ludwig Uphues am sogenannten LÖWE-Erlass für die langfristige ökologische Waldentwicklung in den Niedersächsischen Landesforsten. „Im Jahr 2008 hast du dann angefangen, dich für die Hannoversche Moorgeest und das dortige Naturschutzprojekt zu engagieren“, erklärte der Landespolitiker Wenzel. „Ludwig war immer ein politisch denkender Kopf. Bereits 1978 war er Mitglied der Grünen Liste Umweltschutz, dem Vorläufer der späteren Grünen-Partei, geworden.“ Zum Abschluss seiner Laudatio auf Ludwig Uphues wandte sich Stefan Wenzel den Mitgliedern des Ortsverbands der Grünen in der Wedemark zu: „Ich glaube, ihr könnt euch glücklich schätzen, dass ihr so jemanden wie Ludwig in euren Reihen habt.“ Es folgte lang anhaltender Beifall. Anschließend wandte sich Landtagspolitiker Wenzel noch der Europawahl am Sonntag, 26. Mai 2019, zu und forderte alle auf, für diese Wahl bei Freunden, Nachbarn und Arbeitskollegen zu werben und auch selbst zur Wahl zu gehen. Eine hohe Wahlbeteiligung käme nicht nur den Grünen zugute, sondern allen demokratischen Parteien, so Stefan Wenzel. Nach den Dankesworten von Ludwig Uphues gab es die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Grünen-Beisitzender Marco Kurz hatte zuvor das kalte Büfett freigegeben.