Neujahrsgrußwort von Bürgermeister Tjark Bartels

Bürgermeister Tjark Bartels Foto: Maren Kolf
Liebe Wedemärkerinnen und Wedemärker,
das Jahr 2012 war geprägt durch viele schöne aber leider auch durch einige sehr traurige und unglückliche Ereignisse. Wir konnten uns an sportlichen Erfolgen erfreuen oder über Misserfolge ärgern bei Großereignissen wie der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spiele. Es wurde ein neuer, von der Bevölkerung sehr geliebter, Bundespräsident gewählt und in der Wedemark wurde der Fritz –Sennheiser-Platz unserem ersten und bisher einzigen Ehrenbürger gewidmet.
Auf der anderen Seite gab es auch viel Leid und Unglück: Die Havarie der Costa Concordia kostete viele Menschenleben, der Bürgerkrieg in Syrien bringt unsägliches Leid über das Volk des Landes und Hurrikan „Sandy“ zerstörte die Ostküste der USA.
Und dann war da das alles beherrschende Thema „Europa“ und die, je nach Sichtweise, sogenannte „Schulden-“ oder „Bankenkrise“. Ausgelöst durch die Zockerei eines von der Realwirtschaft teilweise komplett abgekoppelten globalen Finanzmarktes und einer ungesunden Verschuldung in einigen Staaten wurden immer neue Werkzeuge ersonnen und beschlossen, um den Euroraum zu retten.
Europa, so scheint es oft, ist für Deutschland und damit auch für die Wedemark zu einem Problem geworden. Aber lassen wir uns nicht täuschen. Gerade für Deutschland ist Europa und der Euro ein großer Vorteil. Und die Europäische Union ist eine Erfolgsgeschichte des Friedens und der Prosperität. Die viel kritisierte Vergabe des Friedensnobelpreises ist meiner Meinung nach eine richtige Entscheidung gewesen, die uns vor Augen führen sollte, welche Errungenschaften, wir hier in Europa, in den letzten 60 Jahren erreicht haben.
Aus einer Region der territorialen Kriege ist ein Werte- und Wirtschaftsraum gewachsen, der mit seinen ca. 500 Millionen Einwohnern zu den wohlhabendsten der gesamten Welt gehört. Grenzen sind gefallen, Menschen haben sich angenähert und sogar eine europäische Identität ist bei vielen Menschen, vor allem den jüngeren unter uns, entstanden.
Darum ist es nach meiner Meinung gut, dass wir weiterhin Solidarität zeigen. Mit den Menschen in Europäischen Staaten, die derzeitig durch große Veränderungen und Probleme gehen. Solidarität mit Menschen, die durch die derzeitige Krise arg gebeutelt sind. Die ihre Arbeit oder ihre Ersparnisse verloren haben. Menschen, die wie wir Europäer sind.
Solidarität zeigt sich aber auch im Kleinen. Solidarität mit den Menschen in unserer Nachbarschaft. Solidarität mit den Schwächeren in unserer Gesellschaft. Solidarität mit den Menschen, denen es aus verschiedenen Gründen nicht so gut geht wie uns.
Vielleicht können wir, im Großen wie im Kleinen, das Jahr 2013 zu einem Jahr der Solidarität machen. Indem wir denen helfen und zur Seite stehen, die oftmals nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2013.
Ihr Tjark Bartels
Bürgermeister