Niedersachsen-Meute bei Hubertus-Jagd

Niedersachsen-Meute, Reiter und Pferde sammeln zum Stelldichein auf dem Hof Bäßmann.

Veranstaltung auf Hof Bäßmann in Meitze findet großen Zuspruch und Anerkennung

Meitze (st). Zur Hubertus-Jagd 2011 mit der Niedersachsen-Meute hatten am Sonntagnachmittag der Reitverein und die Jagdgemeinschaft Meitze auf den Hof Bäßmann eingeladen. Insgesamt 48 Reiter und 200 Jagdgäste waren der Einladung bei schönstem Herbstwetter gefolgt und trafen sich um 13 Uhr zum Stelldichein. Zur Begrüßung durch Helmut Bäßmann jun. spielten die Jagdhornbläser „Rally Trompes de la Bruyère“, gegründet von der Familie Tessmann. Etwa drei Minuten vor dem Start der Jagdgesellschaft hatte Leonard von Schultzendorff aus Dorfmark, begleitet von der Bissendorferin Josephine Bollwahn, als Schleppenreiter die Schleppe gelegt: Aus einem am Sattel seines Pferdes angebrachten Kanister tropfte Anisöl auf den Erdboden und bildete eine Duftspur – stellvertretend für die Fährte des zu jagenden Wildes.
Die gut ausgebildeten Hunde der Niedersachsen-Meute, geführt durch den Master Camill Freiherr von Dungern aus Fuhrberg und die ihn unterstützenden drei Pikeure, jagten am Sonntagnachmittag dieser künstlichen Fährte nach. Die Jagdgesellschaft mit ihren Pferden war in zwei Felder eingeteilt worden: Ein springendes Feld, geführt von Heinrich Bätke aus Isernhagen, und ein nicht springendes Feld mit Dr. Nicole Bäßmann aus Meitze. Die Reiter folgten der Foxhound-Hundemeute über Felder, Wiesen und durch Wälder zwischen Meitze und Fuhrberg, wobei 35 Sprünge zu überwinden waren. Die zahlreichen Jagdgäste verfolgten die Schleppjagd von bereitgestellten Treckeranhängern aus, die zu ausgesuchten Übersichtspunkten gefahren wurden. Das Gewässerhindernis, die Wietze, überwanden alle Hunde, Pferde und Reiter unbeschadet: Für die Jagdhunde eher eine willkommene Abkühlung, die sie auch für einen schnellen Schluck Wasser nutzten. Die Schleppjagd endete gegen 16 Uhr mit dem traditionellen Halali auf dem Hof Bäßmann, zu dem alle Reiter und Pferde gesund und erschöpft von der Jagd zurückgekehrt waren. Nachdem die Hunde der Niedersachsen-Meute ihre wohlverdiente Belohnung, das sogenannte „Curée“, erhalten hatten und die Jagdpferde versorgt waren, stand für die Jagdteilnehmer, deren Familien und Zuschauer in der Reithalle des Reiterhofes Bäßmann eine Jagdvesper bereit. Die Fleischerei Grimsehl aus Brelingen hatte besten Kaminbraten mit Kräuterkartoffeln und Erbsen-Möhren-Gemüse vorbereitet. Helmut Bäßmann sen. wurde noch eine besondere Ehrung zuteil: Camill Freiherr von Dungern verabschiedete den Senior, der sich über Jahrzehnte für Schleppjagden engagiert hatte, aus der Jagdrunde und überreichte ihm als Dank einen Gutschein zur Teilnahme an der Hengstparade 2012 in Neustadt (Dosse). Bei angeregten Gesprächen fand die Hubertus-Jagd 2011 in Meitze ihren
gebührenden Abschluss. „Es war
alles sehr harmonisch und alle
waren sehr zufrieden“, freute sich Helmut Bäßmann jun. und ergänzte: „Und wenn der Präsident der Böhmer-Beagle-Meute, Eugen Klein aus Isernhagen, so viel Lob in seiner Jagdkritik zum Ausdruck bringt, ist das für mich die größte Anerkennung.“