Noch bis September in Bürgergalerie

Lia Ostendorp schrieb die Geschichte „Wo ist Findus“?
 
„Findus auf Abenteuerreise heißt die Geschichte von Tobias Fischer.

Geschichten und Kunstwerke zum Kater Findus

Mellendorf (awi). In der Bürgergalerie im Rathaus ist zurzeit und noch bis September eine Ausstellung mit Geschichten und Kunstwerken zu sehen, die Schüler der Grundschule Mellendorf zum Thema „Kater Findus“ geschaffen haben (das ECHO berichtete). Jetzt werden die Geschichten vonLia Ostendorp und Tobias Fischer vorgestellt.
Wo ist Findus?
Vor ein paar Wochen war Findus auf dem Spielplatz. Dort gefiel es ihm sehr gut, denn alles war still. Doch auf einmal kam ein blaues Auto, das hielt und Findus schlich sich ganz leise in das komische blaue Auto. Er wusste nicht, wo es hinfuhr. Als es anhielt, sprang Findus heraus. Er ging in ein Kino und fand eine Tüte Popcorn. Dann lief Findus in das Kino zwei und setzte sich in die hinterste Reihe und schlief ein.
Inzwischen machten die Besitzer sich sehr viele Sorgen um ihn. Sie suchten die ganze Nacht lang, bis sie erschöpft nach Hause kamen. Am nächsten Tag meinte der Vater: „Es hilft nichts, ihn zu suchen, er kommt sicher wieder zurück.“ Die Mutter sagte: „Wollen wir lieber ins Kino gehen?“ Alle fanden, das wäre eine gute Idee. So fuhren sie ins Kino. Im Kino hatten sie den zehnten, elften, zwölften und den 13. Platz in der letzten Reihe. Als das kleine Mädchen sich hinsetzen wollte, sah sie auf einmal Findus, der immer noch verschlafen dort saß. Die ganze Familie freute sich so sehr darüber, dass sie den Film gar nicht mitbekam.
Am Ende des Filmes war Findus wieder weg, sie suchten das ganze Kino ab und fanden ihn diesmal im Popcornlager. Alle sagten gleichzeitig: „Du Vielfraß!“ Jetzt fuhren sie wieder nach Hause, dort bekam Findus erst einmal ganz viel Essen, ein neues Katzenklo und ein kuscheliges Bett und noch viel mehr, damit er nicht mehr abhaute. Jetzt war alles wieder gut.
Lia Ostendorp

Findus auf Abenteuerreise
Vor einem Jahr lebte ein Kater in Mellendorf. Er hieß Findus und war sehr neugierig. Er hatte braunes Fell und schwarze Streifen. Eines Tages ging Findus zum Bahnhof. Er wartete ein paar Minuten und dann kam die S-Bahn. Die Tür öffnete sich und Findus stieg ein. In der S-Bahn saßen noch mehr Leute. Sie sahen Findus fragend an, doch Findus ging einfach weiter. Dann fuhr die S-Bahn los. Findus legte sich unter ein paar Klappstühle. Als die S-Bahn fast in Hannover war, hörte er die Stimme aus dem Lautsprecher sagen: „Nächster Halt ist Hannover.“ Kurz danach bremste die S-Bahn auch schon und die Türen öffneten sich. Jetzt war Findus im Bahnhof. Er hörte ganz viele Lautsprecherdurchsagen. Dann ging er nach draußen, und hörte plötzlich etwas ganz Komisches. Aus einem Gullydeckel kam Musik.
Als er weiterging, sah er einen Bus. Er sprang hinein. Dann fuhr der Bus los. Findus las auf einer Anzeige, dass der Bus zum Zoo fuhr. Er wartete, bis der Bus an der Endhaltestelle angekommen war. Dann stieg er aus und ging in den Zoo.
Dort sah er, dass er seine Zookarte zeigen musste. Er hatte aber keine! Plötzlich hatte er eine Idee: Er versteckte sich in der Handtasche einer jungen Frau. Die Frau nahm ihre Hand und öffnete plötzlich die Handtasche. Mit der anderen griff sie hinein. Findus machte sich so klein wie möglich. Die Hand kam immer näher. Jetzt griff sie nach etwas und zog es hoch. Findus dachte: „Zum Glück hat sie mich nicht entdeckt!“ Nachdem die Frau die Zookarte gezeigt hatte und in den Zoo gegangen war, dachte Findus: „Wie soll ich hier bloß wieder aus dieser Handtasche kommen?“
Die Frau ging weiter und weiter. Plötzlich hielt sie an, setzte sich auf eine Bank und stellte die Handtasche neben sich. Findus versuchte so schnell wie möglich aus der Tasche zu kommen. Es gelang ihm.
Schnell ging er in das Gebüsch hinter der Bank. Dort sah er zwei Löwen. Zuerst bekam er einen riesigen Schreck, doch dann sah er den Zaun. Er ging noch etwas näher zum Zaun und rief laut: „Hallo, könnt ihr mir bitte nach Hause helfen, ich habe mich verlaufen!“ Die Löwen nickten mit dem Kopf. Findus ging unter dem Zaun durch. Die Löwen nahmen ihn mit in ihre Höhle und sagten: „Wir wohnen hier in dieser Höhle. Also, was können wir für dich tun?“
Findus fing an, die ganze Geschichte zu erzählen. Die Löwen nickten. Als Findus damit fertig war, gaben sie ihm einen Stadtplan und verabschiedeten sich. Findus fuhr wieder mit der S-Bahn zurück. Als er zuhause war, stieg er gleich durch die Katzenklappe ins Haus hinein. Als die Familie ihren Kater bemerkte, waren sie alle froh, dass er wieder von seinem Ausflug zurück war.
Tobias Fischer