„Ob das wohl für alle so stressig war?“

Kontaktbeamtin Mareike Limbach (von links) und ihr Kollege Klaus Helsper erklären den Schülern den Streifenwagen. Fotos: E. Höbel
 
Beim Zukunftstag im EDEKA-Markt Lüders halfen die Schüler die Regale einzuräumen.

Jugendliche beim Zukunftstag 2014 in der Wedemark unterwegs

Wedemark (eh). „Nach diesem langen, aber doch sehr erkenntnisreichen Tag bin ich doch schon froh, dass ich noch zur Schule gehe. Es ist ein stressiger Beruf, welcher Vorteile und Nachteile birgt. Allerdings weiß ich nicht, ob ich das zwei Praktikums-Wochen durchhalten könnte. Dass ich mich entschieden habe hierher zu kommen, bereue ich auf alle Fälle nicht." Ich bin Emma Carlotta Höbel aus der achten Klasse des Gymnasiums Mellendorf. Und während ich hier gerade meinen ersten richtigen Zeitungsartikel verfasse – der ja auch gedruckt wird – bin ich ganz schön aufgeregt. Der 27. März war früher bekannt als Girls-day, der ab der 5. Klasse eine Beruforientierung geben sollte. Heute haben auch Jungen die Chance einen Tag dem Arbeitsleben zu folgen. Manche gehen zu der Arbeitsstelle ihrer Eltern, manche besuchen ihren Traumjob. Aber vielleicht irren sie sich ja. Vielleicht entspricht dieser Beruf überhaupt nicht den Erwartungen des Schülers.
Dieser Tag sorgt für Aufklärung. Er soll Eindrücke für den Beruf geben.
Mein Weg hat mich am Donnerstag daher zum Wedemark ECHO geführt. Ich freute mich darauf, Interviews zu führen und von den neuesten Ereignissen zu berichten.
Der Tag begann um 7.45 Uhr. Den ersten Termin hatten wir im Rathaus der Gemeinde Wedemark, bei dem zwei Auszubildende, Marc Fitzek und Kim Tonat, fünf junge Schüler von 8.30 bis 12.10 Uhr über das Arbeitsleben im Rathaus aufklärten. Unter anderem wurde die Gemeinde in einem Vortrag vorgestellt. Außerdem durften die Schüler zwei Stunden in den Arbeitsplatz reinschnuppern. Die anwesenden Schüler, darunter Sören Petsch, Malte Neumann, Sarah Brönschen, Rene Dela Burs und Bjarne Janesch interviewte ich. „Ich war schon letztes Jahr hier und es hat mir gut gefallen. Außerdem arbeitet mein Vater hier“, so Sören Petsch zu meiner Frage, warum er den Zukunftstag im Rathaus verbringt. Anders als Lion Thom und Philip Krumbein, die ich danach im EDEKA-Markt Lüders in Wennebostel befragte. Ich habe nichts anderes gefunden. Die anderen Unternehmen haben mich nicht genommen." Estella Mattern, Emina Bejzak und Mirco Karporitz erzählten mir im Einzelgespräch: „Ich mag EDEKA und vielleicht möchte ich später auch hier arbeiten." Die fünf Schüler sollten möglichst arbeitsgetreu teilnehmen. Dazu gehörten an der Kasse zu arbeiten, Regale einzuräumen, sowie Brötchen zu backen. Nachdem wir ein paar Pressebilder geschossen hatten, fuhren wir zum Polizeikommissariat nach Mellendorf. Hier trafen wir auf 13 Schüler, denen Polizeikommissar Klaus Helsper und die Kontaktbeamtin Mareike Limbach gerade den Streifenwagen näher erklärte. Unter den Schülern war auch der elfjährige Fynn Plaß: „Ich habe großes Interesse an dem Job. Ich finde das man hier auch sehr viel kennenlernt, was man sonst nicht erfahren hätte.“ In der Redaktion machte ich mich dann mit rauchendem Kopf daran, meine Erlebnisse der letzten Stunden in Worte zu kleiden beziehungsweise in den Computer zu tippen. Doch es standen noch mehr Termine an an diesem Tag: Gegen 13.30 Uhr ging es zur Schule unter den Eichen, wo der Kooperationsvertrag zwischen der Seniorenresidenz Allerhop und der Schule unter den Eichen unterschrieben wurde. Zuletzt sind wir bei einem Pressegespräch der Stiftung für Behinderte eingeladen gewesen, bei der uns die neu gewählte Vorsitzende Konstanze Beckedorf begrüßte. Aber das kann man alles an anderer Stelle der heutigen Ausgabe lesen. Ich habe jetzt nach einem ganz schön stressigen Tag nämlich Feierabend!