„Oldie but Goldie“ heißt die Devise

Renate Ebeling (von links), Günter Stechmann, Michael Mai, Dietmar Georgi, Wolfgang Preuß, Renate Löhr und Klaus-Jürgen Lemke möchten Senioren und Behinderte auch für den Badmintonsport begeistern. Foto: B. Stache

Gemeinsames Interesse formuliert: fit und aktiv durch Sport

Mellendorf (st). In einem waren sich alle Beteiligten bei ihrem Treffen im Clubraum der Kabine 1919, dem Sportpark-Restaurant des Mellendorfer Turnvereins (MTV), einig: Senioren und Behinderte für den Sport zu begeistern. Nach der Devise „Oldie but Goldie” warb Klaus-Jürgen Lemke, Senioren-Beauftragter des Fachverbands Badmintonregion Hannover, für das Spiel mit dem Federball, der auch Shuttlecock genannt wird. Lemke leitet zudem mit seinem Stellvertreter Dietmar Georgi eine 20 Mitglieder zählende Senioren-Badminton-Gruppe in der Wedemark. Zu deren großer Freude war Michael Mai, hauptamtliche Lehrkraft beim Niedersächsischen Badminton-Verband, Ende April zu einem Training in die Sporthalle des MTV gekommen. Mai kümmert sich um den Breitensport, unter anderem den Senioren- sowie den Behindertensport. Er ist zugleich der erste Para-Badminton-Bundestrainer. „Der Begriff ´Para-Badminton` betrifft Personen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. Diese Art vom Badminton wird im Breitensport genauso intensiv betrieben, wie auch im Leistungssport“, heißt es auf der Internetseite des Deutschen Rollstuhl-Sportverband, Fachbereich Badminton. Bundestrainer Michael Mai kann sich durchaus vorstellen, Lehrgänge mit der Para-Badminton-Nationalmannschaft beim MTV durchzuführen und dabei die große Sporthalle für das Badmintontraining zu nutzen. Renate Löhr unterstrich als Vorsitzende des Behindertenbeirats die Bedeutung des gemeinsamen Sports von Jugendlichen und Senioren. „Egal, welche Behinderung wir haben, egal welches Alter wir haben, egal welches Geschlecht wir haben – dass wir auf Augenhöhe, selbstbestimmt miteinander so umgehen, dass wir uns gegenseitig achten, aufeinander zugehen und miteinander machen, was möglich ist“, erklärte sie und ergänzte: „Auch für Altersgruppen muss der Begriff Inklusion gelten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es eine inklusive Rollstuhlgruppe geben kann.“ Der Behindertenbeirat setzt sich für die Belange der Menschen mit Behinderungen in der Gemeinde Wedemark ein. Er arbeitet unabhängig, ist konfessionell nicht gebunden, parteipolitisch neutral und unterliegt nicht den Weisungen der Gemeinde Wedemark. „Wir unterstützen gerne das Senioren-Badminton“, erklärte Günter Stechmann, 1. Vorsitzender des MTV. „Wir fahren aber hier im MTV zweigleisig. Ganz aktuell sind wir dabei, mit dem Behindertenbeirat Inklusion im Sport zu fördern. Wir werden am Sonntag, 31. Mai, einen Tag der offenen Tür veranstalten“, kündigte Stechmann an. In der barrierefreien Sporthalle des MTV in Mellendorf gibt es an diesem Tag von 12 bis 15 Uhr ein breites Angebot zum Thema Inklusion im Sport. „An den Programmen, die vorgestellt werden, können sowohl Senioren als auch Kinder, Rollstuhlfahrer oder Tanzgruppen und andere teilnehmen“, ergänzte Renate Löhr. Teilnehmer an dem Gedankenaustausch beim MTV waren auch die Sprecherin des Seniorenbeirats, Renate Ebeling, die Beiratsmitglieder Rainer Gerth und Wolfgang Preuß sowie der Stellvertretende MTV-Vorsitzende Rudi Ringe.