Orgeltag für Grundschüler in Resse

Aufmerksame Zuhörer hatten Organist Erich Tyburski und seine Resser Kirchenorgel: Die Schüler der benachbarten Grundschule ließen sich das Musikinstrument in allen Einzelheiten erklären. Foto: A. Wiese

Erich Tyburski zog bei seiner Kirchenorgel buchstäblich alle Register

Resse (awi). Das war ein spannender Vormittag für die Resser Drittklässler: Verbrachten sie doch die ersten zwei Stunden nicht in der Schule, sondern in der Kirche bei Pastorin Wibke Lonkwitz und Organist Erich Tyburski. Denn die Orgeltage standen auf dem Programm. 54 Pedaltasten, Register und 290 Pfeifen, so eine Orgel, auch so eine kleine wie in Resse, hat einiges zu bieten. Die Resser Orgel stammt von einem Orgelbauer aus dem Eichsfeld erfuhren die Schüler, und die Luft ist es, die alles in Bewegung setzt. Iris Brunotte hatte die Schüler im Musikunterricht schon auf dieses ganz besondere Instrument vorbereitet, dennoch flogen den kleinen Zuhörern bei der Orgelvorstellung jede Menge unbekannte Begriffe um die Ohren: Da war von Klaviatur, Manual und Prospekt die Rede. Doch als Erich Tyburski dann die allseits bekannte Melodie von „Alle meine Entchen“ auf der Orgel anstimmte, da konnten alle wieder mitreden. „Dieser tiefe Ton kommt aus der ganz ganz großen Pfeife“, erläutert der Organist. Was die Orgel vor allem brauche, um diese Töne zu erzeugen, sei Wind. Früher sei dieser manuell mit einem Blasebalg von einem Bälgetreter erzeugt worden, heute werden die Organisten von einem Motor unterstützt, erfuhren die Kinder. Launig wusste Erich Tyburski zu berichten, dass es auch mal passiert sei, dass der Bälgetreter einschlief und dem Organisten dann beim Spiel im wahrsten Sinne des Wortes die Luft ausging. Die Pfeifen sind Schilfrohren nachempfunden. Mittlerweile sind sie jedoch aus Metall, aus einer ganz speziellen Legierung von Blei und Zinn. Mit einem gemeinsamen Lied ging der Orgeltag in der Resser Kirche dann zuende.