Ortsbrandmeister wiedergewählt

Wiederwahl und Ehrungen bei der Feuerwehr Negenborn am Freitagabend: Ortsbrandmeister Georg Kohne (Dritter von rechts) wurde von den Aktiven im Amt bestätigt. Darüber freuen sich sein Stellvertreter Boris Wedegärtner (rechts daneben) sowie die stellvertretenden Gemeindebrandmeister Christoph Boss (links neben Kohne) und Sebastian Jagau (rechts). Befördert wurde Franziska Mente zur Oberfeuerwehrfrau. Geehrt wurden Hauptfeuerwehrmann Carsten Mente (links) und Oberlöschmeister Stefan Rühling (Dritter von links

Georg Kohne junior führt die Negenborner Wehr weitere sechs Jahre

Negenborn (awi). 22 von 30 wahlberechtigten Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Negenborn waren bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend im Feuerwehrhaus anwesend, 21 stimmten für die Wiederwahl von Georg Kohne junior als Ortsbrandmeister. Der hatte im Vorfeld seine Bereitschaft erklärt und sich für „sechs tolle Jahre mit vielen Ereignissen und noch mehr Erfahrungen“ bedankt. Jetzt muss der Rat die Wiederwahl Kohnes nur noch bestätigen. Der versicherte, sich auf die vor ihm liegenden Aufgaben zu freuen: Das neue Fahrzeug, den hydraulischen Rettungssatz und die Steigerung der Mitgliederzahlen. Natürlich durften auch Beförderungen und Ehrungen nicht fehlen. Franziska Mente wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert. Carsten Mente und Stefan Rühling erhielten für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen von den beiden stellvertretenden Gemeindebrandmeistern Christoph Boss und Sebastian Jagau.
Am 22. Juni richtet die Feuerwehr Negenborn den Gemeindewettbewerb auf der Bürgerwiese aus und lädt anschließend gemeinsam mit dem Traditionsverein zur Sonnenwendfeier ein. Alle Interessierten sind jetzt schon eingeladen. In der Realität konnte das neue Fahrzeug der Negenborner Wehr noch nicht vorgestellt werden. Es wird im Mai erwartet. Aber eine Abordnung um Ortsbrandmeister Georg Kohne war bereits in Österreich bei Firma Walser, um das nötige Material optimal auf dem Fahrzeug zu verlasten und hatte für die Kameraden eine Menge Bilder im Gepäck. Am spannendsten ist die Dachabsenkung mit dem flachen Blaulicht. Ohne diesen Trick würde das neue TSFW nämlich nicht in die Fahrzeugbox passen beziehungsweise bei der vorhandenen Steigung herausfahren können. Zwar ist die Auslieferung in der 21. Kalenderwoche geplant, in Dienst gestellt wird das neue Fahrzeug aber erst nach der Einweisung und Ausbildung der Kameraden. Die Gemeinde Wedemark plant eine gemeinsame Übergabe aller vier neuen Feuerwehrfahrzeuge – auch Mellendorf, Bissendorf und Elze bekommen ein neues Feuerwehrauto – in einer zentralen Veranstaltung. Der 16-Tonner für Negenborn hat 250 PS, Allrad und 1.600 Liter Wasser an Bord. Eigentlich waren 1.000 Liter geplant. Doch dann sei die Gemeinde spontan bereit gewesen, ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen und den größeren Wassertank zu ordern, freute sich der stellvertretende Gemeindebrandmeis-ter Christoph Boss. „Der Neue“ ist 6,97 Meter lang, drei Meter breit und 2,97 Meter hoch. Er ist fürs Moor geeignet und hat einen hydraulischen Rettungssatz an Bord, außerdem einen pneumatischen Lichtmast und eine sogenannte Hygienewand mit Wasser, Seife, Papiertüchern und Druckluft. Das Material ist in sieben Geräteräumen verlastet. Das einzige Manko, das diejenigen, die jetzt schon in Österreich waren und das Auto in Augenschein nehmen durften, festgestellt haben, ist die geringe Kopffreizeit, die der abgesenkten Kabine geschuldet ist. „Aber damit könne man leben. Es ist das einzige TSFW auf einen 16-Tonnen-Fahrgestell in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wurde ausdrücklich betont. Kohne erinnerte seine Kameraden daran, ihre Lkw-Führerscheine rechtzeitig zu verlängern und zwar am besten direkt bei der Region. Wenn das neue Fahrzeug in Dienst gestellt ist, stellt sich die Frage nach dem Verbleib des Alten. Kohne berichtete von einem Angebot der Gemeinde. einen Förderverein „Historische Feuerwehr“ ins Leben zu rufen, dem das Fahrzeug dann übergeben werden könnte. Dieser müsste dann die Kosten für Instandhaltung und Versicherung tragen. Das alte LF 8 könnte jedoch in Negenborn stehen bleiben, zugelassen, aber außer Dienst gestellt, und beispielsweise für die Jugendfeuerwehr genutzt werden. Es müss-te allerdings irgendwo untergestellt werden. Auch diese Kosten müsste der Förderverein übernehmen. „Wir müssen das nicht heute entscheiden“, gab Kohne seinen Feuerwehrkameraden eine Denkaufgabe mit nach Hause. Der alte LF 8 ist Baujahr 1990 und hat 28.000 Kilometer gelaufen. In seinem Grußwort überbrachte der stellvertretende Gemeindebrandmeister die Grüße von Gemeindebrandmeister Maik Plischke, Abschnittsleiter Horst Holderith und dessen Stellvertreter Volker Kluth. Er betonte das Zusammenwachsen der Ortswehren der Wedemark in den letzten Jahren zu einer Feuerwehr Wedemark. Ohne diese Entwicklung wäre die Anschaffung eines solchen Fahrzeuges, wie Negenborn es jetzt bekomme, nicht denkbar. „Wir haben viele Ortsfeuerwehren, aber eine Feuerwehr Wedemark. Wir zusammen machen einen Super-Job“, betonte Boss ausdrücklich. Nur zusammen sei man stark. Dieser Weg sei klar erkennbar und nicht mehr aufhaltbar. Boss ging noch auf den Digitalfunk ein, der jetzt endlich auch in der Region Hannover umgesetzt werde, und berichtete von der neuen EU-Verordung zur Verschlüsselung digitaler Meldeem-pfänger sowie den geplanten neuen Feuerwehrhäusern in Berkhof und Meitze. Der Fachausschuss habe sich alle Gerätehäuser mittlerweile angesehen und sie bewertet.