Ortsrat für Radweg nach Wiechendorf

Resse. Der Ortsrat Resse begrüßt die Entscheidung der Gemeinde und der Region den Radweg von Resse nach Wiechendorf bauen zu wollen, teilt Ortsbürgermeister Jörg Woldenga in einer Pressemitteilung des Ortsrates mit. Dass dabei eine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Hannover genutzt werden könne, sei für die Gemeinde ein Glücksfall, könnten dabei doch die Umwelt und die Gemeindekasse gleichermaßen geschont werden. Resse sei in der Wedemark der einzige größere Ort, der bisher keine Radwegverbindung mit anderen Orten der Gemeinde habe. Zudem handele es sich bei der K 102 noch um eine vielbefahrene Regionsstraße, auf der es weitestgehend keine Geschwindigkeitsbeschränkung gebe.
Der geradlinige Verlauf der Straße führe häufig dazu, dass Pkw und LKW mit überhöhter Geschwindigkeit und riskanten Überholmanövern an den Radfahrern vorbeiführen. Viele Einwohner von Resse schreckten wegen der gefährlichen Situation vor einer Fahrt mit dem Fahrrad nach Wiechendorf zurück. Eine andere Radwegverbindung von Resse in Richtung Mellendorf oder Bissendorf gebe es nicht. Mit der Fertigstellung des Moorinformationzentrums gewinne Resse auch an überregionaler Bedeutung und gerade eine Radwegverbindung zu den S-Bahnhöfen in Bissendorf und Mellendorf sei eine absolute Notwendigkeit. Die touristische Erschließung der Wedemark, insbesondere die Anbindung der Moore, würde der Gemeinde auch in finanzieller Hinsicht sehr zugute kommen. Bei einer Unterschriftenaktion von engagierten Ressern seien bereits mehrere Dutzend Unterschriften zusammen gekommen, betont Woldenga. Viele Unterzeichner kommentierten die Aktion mit den Worten „längst überfällig“. Seit Jahrzehnten wird der Radweg immer wieder vom Ortsrat gefordert und es werden seit den 70iger Jahren Mittel im Haushalt für Planung und Realisierung beantragt.
Einigkeit besteht im Einklang mit dem Brelinger Ortsrat in der Forderung nach einem Radweg zwischen Brelingen und Bennemühlen. Aus Sicht des Resser Ortsrates ist eine weitere Verbindung von Resse in Richtung Negenborn entlang der L 380 ebenfalls von hoher Dringlichkeit. Resse wird sich mit seinen Mandatsträgern selbstverständlich auch in Zukunft für einen weiteren Ausbau des Radwegenetzes in der Wedemark einsetzen.