Ortsrat lehnt Gewerbegebietserweiterung ab

In der zweiten Sitzung des Ortsrates Scherenbostel ging es unter anderem um den Haushalt: (v. l.) Jürgen Peters, Marion Brüggemann-Behnke, Ortsbürgermeister Gerd Dolle, Ortsratsbetreuer Max Hüsken, Michael Wilken und Thomas Voßler. Foto: A. Wiese

Erneuerung der Buswartehallen und besser koordinierter Busanschluss gefordert

Scherenbostel (awi). Der Ortsrat Scherenbostel lehnt eine Erweiterung des Gewerbegebietes Auf dem Kessellande in der Gemarkung Scherenbostel ab und wird einer solchen nicht zustimmen. Das hat Ortsbürgermeister Gerd Dolle in der jüngsten Sitzung des Gremiums erklärt. Die eingeplanten Haushaltsansätze von 18.000 Euro Planungskosten für die Erweiterung können daher nach Ansicht des Ortsrates eingespart werden. Im Gegenzug beantragte der Ortsrat Scherenbostel jedoch Mittel für den Austausch der Buswartehallne Am Husalsberg, Ostpreußenweg, Schule und Wiechendorf-Mitte im Rahmen des Konjunkturförderprogramms. Außerdem sprachen sich die Ortsratsmitglieder einmütig für eine energetische Überprüfung des alten Schulgebäudes und einen barrierefreien Zugang dazu aus.
Dem Ortsrat stehen 2079 Euro Ortsratsmittel, dem Ortsbürgermeister 97 Euro Verfügungsmittel zur Verfügung. Von den Ortsratsmitteln sollen 1500 Euro für die Seniorenarbeit und 579 Euro für die Jugendarbeit eingesetzt werden. Der einzige Punkt, der den Ortsratsbereich sonst noch betrifft, ist eine Rückerstattung von 20.000 Euro, die die Gemeinde Wedemark noch für den Radweg in Wiechendorf erwartet. Damit war die reguläre Ortsratssitzung in einer guten halben Stunde erledigt, denn auch in der Einwohnerfragestunde kamen nur ein paar kurze Anregungen. So sprach sich ein Bürger dafür aus, den Stoppbalken auf der L 190 mit deren Sanierung direkt an die Ampel verlegt worden sei, wieder weiter zurückzusetzen. Der Ortsrat bat die Verwaltung, sich zu erkundigen. Ein anderer Bürger forderte, die Hecke auf dem Weg zur Siedlung Buchholz mehr zurückzuschneiden und auch an anderen Stellen in Scherenbostel, zum Beispiel auf dem Eckgrundstück An der Weide/Sonnenweg mehr auf den Rückschnitt öffentlichen Grüns zu achten. Wolfgang Bertling erkundigte sich, ob die Gemeinde eine Möglichkeit sehe, den sprichwörtlichen Schildbürgerstreich an der Bushaltestelle zu beseitigen, wo ein Schild neuerdings das Licht der Straßenlaterne verdecke. Außerdem wurde die Verwaltung gebeten, zu überprüfen, ob der Bushaltestellenbereich am Fuhrenkamp erweitert werden könnte, da hier mittlerweile so viele Kinder einstiegen, dass das Buswartehäuschen bei schlechtem Wetter nicht ausreichend Schutz biete und zudem die Kinder auf der Straße ständen.
Der Ortsbürgermeister teilte mit, dass die Seniorenweihnachtsfeier am vierten Adventssonntag sehr gut gelaufen sei und bedankten sich bei allen Helfern, die hervorragende Arbeit geleistet hätten. In diesem Zusammenhang wies Gerd Dolle auf die gute Arbeit der Vereine in Scherenbostel hin und schloss den Drei-Dörfer-Treff dabei ausdrücklich ein. Desweiteren gab er bekannt, dass die Neubausiedlung Eichenwinkel fast fertig gestellt sei, es fehle nur noch ein Haus. Im Frühjahr sollten die Pflasterung und ein Spielplatz hergestellt werden. Der Ortsrat plane außerdem im Frühjahr eine Entrümpelungs- und Müllsammelaktion gemeinsam mit den örtlichen Vereinen. Unter dem Punkt Anträge wurde gefordert, die Schlaglöcher In der Straße Im Winkel auszubessern und die RegioBus aufzufordern, die Buslinie 698 von Bissendorf in Richtung Resse an die S-Bahnzeiten am Bissendofer Bahnhof anzupassen. Die S4 aus Hannover komme am Bahnhof um 14 Uhr an. Der Bus in Richtung Resse fahre aber bereits um 13.57 Uhr am Bahnhof ab, was für Bahnreisende, die nach Resse weiterfahren wollten, fast eine Stunde Wartezeit bedeute.