Ortsratssitzung mit Hindernissen

Dieses Foto sagt mehr als Worte, warum der Ortsrat Wedemark III den Ausbau der Fillerheide in Bennemühlen anmahnt. Foto: A. Wiese

Tagungsort geschlossen und Hauptreferent sagt ab

Bennemühlen (awi). Eigentlich gab es auf der Tagesordnung des Ortsrates Wedemark III nur einen relevanten Tagesordnungspunkt: die Vorstellung des geplanten Gewerbegebietes für Berkhof. Zahlreiche Berkhofer waren auf die Ausführungen des angekündigten Referenten aus dem Fachbereich V der Gemeinde gespannt. Doch erstens kommt es bekanntlich anders und zweitens als man denkt: Zunächst einmal standen Ortsratsmitglieder und Zuhörer am angekündigten Tagungsort, dem Restaurant Himmel & Ääd in Bennemühlen vor verschlossener Tür. „Ich hatte nichts in meinem Kalender, habe seit einiger Zeit mittwochs und donnerstags geschlossen, das muss ein Abstimmungsfehler sein“, sagte dazu Wirt Martin Humpert dem ECHO auf Nachfrage. Ortsratsbetreuer Max Hüsken kann sich allerdings ganz genau daran erinnern, den Ortsratstermin mit dem Wirt persönlich abgesprochen zu haben. Nichtsdestotrotz fand sich eine schnelle Lösung. CDU-Ortsratsmitglied und stellvertretender Ortsbürgermeister Sven Sobanski verfügte zum Glück über einen Schlüssel zum Feuerwehrgerätehaus in Bennemühlen. Da war es für die Ortsratsmitglieder und die vielen Zuhörer zwar reichlich eng, aber kuschelig. Dann allerdings verkündete Ortsbürgermeisterin Rosemarie Spindler die Absage des Fachreferenten. Der Punkt Gewerbegebiet Berkhof müsse also von der Tagesordnung abgesetzt werden. Wer jetzt allerdings die Befürchtung hat, es sei eine kurze und öde Sitzung gewesen, sieht sich getäuscht. Es war sogar eine selten unterhaltsame und kommunikative Sitzung, waren sich am Ende alle einig und der Ortsrat traf sich sogar noch gut gelaunt an der Fillerheide zum Gruppenbild an der Pfütze. Denn diese bei dem Wetter der vergangenen Tage unhaltbaren Zustände an der Straße sind der Grund für den dringend geforderten Ausbau. Auf Nachfrage von Sobanski sagte Ortsratsbetreuer Hüsken zu, die Einberufung der Anliegerversammlung so schnell wie möglich anzuschieben. In der Einwohnerfragestunde erkundigte sich Berkhofs Schützenchef Norbert Jäkel nach den Plänen des Ortsrates für den Volkstrauertag. Schützen wie Feuerwehr ständen grundsätzlich gern für die Kranzniederlegung zur Verfügung, aber nicht, wenn sie die einzigen vor Ort seien. Die Dorfbevölkerung nehme so gut wie gar nicht mehr teil. Das gelte auch für andere Orte. Rosemarie Spindler stimmte ihm zu und wird jetzt einen Gesprächskreis zu dem Thema initiieren. Einwohner sprachen zudem Baggerarbeiten während Bestattungen auf dem Berkhofer Friedhof sowie weitere unschöne Zustände dort an. Die Frage nach dem Spielplatz in Oegenbostel wurde in der anschließenden Sitzung beantwortet: Der Ortsrat spricht sich einmütig für einen Spielplatz in der Nähe des Gerätehauses in Oegenbos-tel aus und beantragt 6000 Euro für Spielgeräte im Haushalt. Dabei wird von Eigenleistung der Bürger bei der Anlage des Platzes ausgegangen.