Panama Red Duo bei Kunst kulinarisch

Mitko und Rainer legen ihre Seele in die Musik und das kam bei den Gästen von Kunst kulinarisch super an. Foto: A. Wiese

Zuhörer im Gasthaus Bludau klatschten und stampften begeistert mit

Wennebostel (awi). Zum zweiten Mal hatte Michael Hennebo unter dem Stichwort „Kuku“ (Kunst kulinarisch) ins Gasthaus Bludau in Wennebostel eingeladen. Und wieder war der Saal gut besetzt. Er wäre sogar ausverkauft gewesen, wenn alle, die telefonisch Plätze reserviert hätten, auch gekommen wären beziehungsweise rechtzeitig wieder abgesagt hätten, denn Hennebo hatte zuletzt mehr als 20 Interessenten einen Korb geben müssen. „Selber Schuld“ kann man da nur zu denjenigen sagen, die nicht gekommen sind, denn die Veranstaltung mit dem Panama Red Duo stand der mit den „Engeln, die man nicht verführt“ aus dem Dezember letzten Jahres in nichts nach. Das Duo mit Mitko mit der Violine und Rainer Rain mit Gitarre und Mundharmonika entstand bereits 1988 aus der gegründeten Band Panama Red und ist seitdem sowohl national als auch international auf Bühnen vertreten. Musik, beeinflusst von Rock, Jazz, Soul oder Blues, verbunden mit klassischen, orientalischen und psychedelischen Elementen. So ergibt sich eine geschlossene, harmonische und absolut mitreißende Begegnung der unglaublichen Art: Grooves, die unter die Gürtellinie gehen. Die psychedelisch langen, instrumentalen Tracks mit den satten Grooves schickten die Zuhörer immer wieder auf Reisen mit unterschiedlichem Ziel. Die Zuhörer bei Bludau zeigten ihre Begeisterung mit rhythmischem Mitklatschen und Stampfen und am Ende mit einem nicht enden wollenden Applaus, der das Duo auch tatsächlich zu einer ausgiebigen Zugabe bewegte. Dem Mix aus Traum und Wirklichkeit, aus einzigartigem Stil und ordentlichem Tempo konnte man sich auch wirklich nicht entziehen. Alle Stilrichtungen der Welt kommen in den schwer zu beschreibenden Klängen von Panama Red vor – von Spanien bis Indien, von Texas bis Hollywood. Ein Viertel Jahrhundert arbeiten Mitko und Rainer zusammen, ihre Stärke ist die Improvisation. Einer legt vor, der andere hört sich und stimmt mit ein und das Ergebnis kann sich hören lassen. „Wir machen keine Songs, wir machen Werke“, betonen beide und erklären auch warum: „Songs sind was für Liedermacher. Wir sind keine!“ Keine Frage, alle freuen sich schon, wenn es das nächste Mal heißt: „Kunst kulinarisch!“