Personenkreis wird erweitert

„Wedemärker für Wedemärker“ fördert mehr Menschen in Corona-Krise

Wedemark. Der Spendenfonds Wedemärker für Wedemärker reagiert auf die Herausforderungen der Corona-Krise und erweitert den Personenkreis, der finanziell unterstützt werden kann. Bürgermeister Helge Zychlinski veranlasste im Frühjahr, zu prüfen, ob gerade in Corona-Zeiten mehr Menschen durch den Hilfsfonds unterstützt werden können, als bisher praktiziert. In vielen Familien spitzt sich die finanzielle Situation in der Krisenzeit zu – Kurzarbeit und Entlassungen belasten viele Familien. Damit Kinder nicht aus Geldgründen aus Vereinen abgemeldet werden müssen und auch trotzdem an kostenpflichtigen Freizeitaktivitäten teilnehmen können, wurden Lockerungen der bisherigen Regularien beschlossen. Personen, die eine Ablehnung für die gesetzlichen Bildungs- und Teilhabeleistungen (BuT) erhalten haben, weil sie gegebenenfalls Einkommen oberhalb der jeweiligen Grenzen von SGB II, Wohngeld oder Kinderzuschlag haben, begrenzte BuT-ähnliche Leistungen über den Spendenfonds beantragen. Die Voraussetzungen: Es muss eine Ablehnung von BuT-Leistungen per Bescheid der Region Hannover vorliegen oder eine Ablehnung von Leistungsbezug nach dem SGB II, SKB XII, Asylbewerberleistungsgesetz beziehungsweise Kinderzuschlag § 6 Bundeskindergeldgesetz vorliegen.
Dazu wird eine Überprüfung des Vermögens erforderlich oder es muss ein Nachweis der Hilfsbedürftigkeit erbracht werden. Zugestanden bleibt der mindest-Schonbetrag nach SGB XII mit 5.000 Euro je Antragssteller, zuzüglich weiterer Beträge für Haushaltsmitglieder.
Sind die Voraussetzungen erfüllt, können ab sofort Kosten zum Beispiel für Vereinsmitgliedschaften, Schwimmkurse, Freizeiten, oder Musikunterricht. in Höhe von maximal 15 Euro pro Monat übernommen werden. Die Richtlinien des Spendenfonds sehen vor, Zuwendungen einzelfallbezogen und in konkreten Notsituationen zu gewähren. Hilfen werden maximal jährlich, tendenziell zunächst halbjährlich bewilligt.