Peter Reuter ist jetzt Ortsbürgermeister

Der neue Ortsrat Wedemark I (Abbensen, Negenborn, Duden-Rodenbostel): Ortsbürgermeister Peter Reuter (ganz vorne) und Stellvertreter Wolfgang Kasten (links daneben) mit den Ortsratsmitgliedern Fritz Dannemann und Hartwig Martens (v. l.) (CDU), Rebecca Schamber (r.) und Karl-Detlef Ring (3. v. r.) (SPD) und Bernd Düerkop (2. v. r.) von den Grünen. Foto: A. Wiese

Ortsbürgermeister und Stellvertreter tauschen im Ortsrat Wedemark I ihre Posten

Abbensen (awi). Auch der letzte Wedemärker Ortsrat hat sich am Mittwoch konstituiert: Für den Ortsrat Wedemark I verpflichtete der bisherige Ortsbürgermeister Wolfgang Kasten (CDU) die Ortsratsmitglieder Fritz Dannemann und Hartwig Martens (CDU), Peter Reuter, Rebecca Schamber und Karl-Detlef Ring (SPD) und Bernd Düerkop Grüne, bevor er selbst vom ältesten Ortsratsmitglied Fritz Dannemann verpflichtet wurde. Bei den Wahlen zum Ortsbürgermeister trat Kasten dann zwar erneut an, musste seinen Platz jedoch für Peter Reuter räumen, der von den drei SPD-Mitgliedern und dem Grünen Bernd Düerkop gewählt wurde. Die schriftliche Wahl war bei zwei Kandidaten obligatorisch. CDU und SPD haben jeweils drei Mitglieder im Ortsrat Wedemark I, die Stimme der Grünen war das berühmte Zünglein in der Waage wie auch in den Ortsräten Bissendorf und Mellendorf. Kasten wurde anschließend auf Vorschlag von Peter Reuter einstimmig zum Stellvertreter gewählt. In einem vorbereiteten Redebeitrag bezog sich Wolfgang Kasten nach seiner Wahl zum Stellvertreter auf ein öffentliches Zitat von Grünen-Ratsfraktionschef Ingemar Becker, der erklärt hatte, die Grünen würden in den Ortsräte die SPD-Kandidaten unterstützen. Das sei eine „logische Konsequenz, um unsere gemeinsame Politik, die auf Gemeindeebene betrieben wird, in den Ortsräten vorzubereiten und um das Votum der einzelnen Orte möglichst stark miteinzubeziehen“. Es sei für die Grünen nicht sinnvoll, CDU-Kandidaten zum Ortsbürgermeister zu küren, um diese dann in der Folgezeit vergeblich von rot-grünen Zielen überzeugen zu wollen, zitierte Kasten Becker weiter. Er habe auf Grund dieser Aussage überlegt, sein Ortratsmandat nicht wieder anzunehmen, erklärte Kasten. Für ihn sei es nicht einfach, trotz der meisten persönlichen Wählerstimmen in die zweite Reihe zurücktreten zu müssen. Er habe sich dann aber doch überzeugen lassen, das Mandat anzunehmen. „Ich hätte sonst meine treuen Wähler enttäuscht“, so Kasten. Es sei nun sein Ziel und das der CDU, bei der nächsten Wahl wieder die alleinige Mehrheit zu erreichen. Er hoffe, dass die Ortsratsmitglieder sich weiterhin für die Belange der Bürger von Abbensen, Duden-Rodenbostel und Negenborn einsetzten, nicht ihre persönlichen Wünsche in den Vordergrund stellten und auch nicht „erst den Bürgermeister fragen, ob ihm unsere Wünsch auch genehm sind“. Zuvor hatte Kasten in einem Rückblick die erreichten Ziele des Ortsrates aufgezählt und in diesem Zusammenhang insbesondere die Ampel und den Spielplatz in Abbensen, die Buswartehäuschen in Negenborn und Dudenbostel und DSL für die Dörfer im Ortsratsgebiet betont. Er zeigte sich daher verwundert, als ein Bürger aus Dudenbostel berichtete, er habe die Auskunft erhalten, DSL für Duden-Rodenbostel sei noch nicht sicher und die Leitung von Abbensen nach Dudenbostel nur als „Bedarfsleitung“ eingeplant. Die Verwaltung wurde gebeten, das zu prüfen. Bernd Düerkop erklärte bezüglich des Redebeitrags von Wolfgang Kasten, seine Wahlentscheidung habe mit dem genannten Zitat Beckers nichts zu tun, er habe seine eigenen Überlegungen getroffen und stehe zu seiner Entscheidung. Zur SPD gebe es mehr Nähe als zu CDU. Das sei historisch gewachsen. Ortsbürgermeister Peter Reuter dankte nach seiner Wahl Wolfgang Kasten für zehn Jahre engagierte Arbeit als Ortsbürgermeister und äußerte seine Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit auch in umgekehrter Konstellation in den nächsten fünf Jahren. Er freute sich zudem über die gute Zuschauerbeteiligung und hofft auf weiterhin auf so viel Interesse an der Ortsratsarbeit.
Zwei Anträge gab der Ortsrat zur Prüfung an die Verwaltung weiter: So beantragte die CDU, die praktische Umsetzung und die Kosten für einen Anbau an das Feuerwehrhaus zur Unterbringung des MTW zu ermitteln. Rebecca Schamber von der SPD stellte den Antrag, Möglichkeiten für die Einrichtung eines Jugendtreffs in Abbensen aufzuzeigen.